Vorwerk investiert 71 Millionen

Vorwerk investiert 71 Millionen

Produktion und Entwicklung am Standort Wuppertal werden ausgebaut.

Wuppertal. Der persönlich haftende Vorwerk-Gesellschafter Reiner Strecker hat am Donnerstag für den Standort Wuppertal Investitionen in Höhe von 71 Millionen Euro angekündigt. Mit dem Geld werden Produktion und Entwicklung in Laaken gestärkt. Ziel der Vorwerk & Co. KG ist es, jedes Jahr ein ebenso neues wie innovatives Produkt auf den Markt zu bringen. „Damit unterstützen wir unsere Vertriebsleute“, sagte Strecker am Donnerstag in Düsseldorf. Dort, im edlen neuen Wirtschaftsclub nahe der Königsallee, präsentierte das Familienunternehmen seine Jahresbilanz für 2013. Die schreibt die Erfolgsgeschichte fort, die nun schon fast 131 Jahre währt. „Plus“ ist das einzige Vorzeichen, das Vorwerk zu kennen scheint.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand, nein, sie stehen auf Arbeitsplatten in den Küchen der Welt und in den Besenkammern auf fast allen Kontinenten. Thermomix und der Staubsauger Kobold sind und bleiben die Erfolgsgaranten von Vorwerk, gepaart mit immer wieder neuen Geräten, die Hausarbeit leichter machen.

Jüngstes Beispiel ist ein Gerät zum Fensterputzen. „Wir wissen aus einer Studie, dass Fensterputzen die meistgehasste Hausarbeit in Europa ist“, sagte Streckers Gesellschafter-Kollege Walter Muyres. Vorwerk will das ändern.

Ob die Neuentwicklung so erfolgreich sein wird wie zuletzt die Küchenmaschine Thermomix, ist ungewiss. Sicher ist aber, dass inzwischen alle 38 Sekunden eines dieser Küchengeräte verkauft wird. Das ist angesichts des Preises von etwa 1000 Euro bemerkenswert. Ein Wunder scheint es aber nicht zu sein. „Das Wallstreet Journal Portugal hat zuletzt geschrieben, dass unser Thermomix dort beliebter ist als das IPad“, sagte Muyres. Aus anderen Ländern habe er das zwar noch nicht gehört. „Aber wir sind trotzdem stolz darauf.“

Wie erfolgreich Vorwerk neue Produkte auf den Markt bringen kann, hat zuletzt der Saugwischer-Aufsatz für den Kobold gezeigt. Davon sind seit der Markteinführung vor etwa zwei Jahren bereits eine Million Stück verkauft worden.

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