Verpackungen sind kein Müll: Wertvolle Stoffe wiederverwenden

Verbrauchertipp : Verpackungen sind kein Müll: Wertvolle Stoffe wiederverwenden

Verbraucherzentrale gibt Tipps für die Hilfe beim Recyclen.

Kartons, Marmeladengläser und Weinflaschen, Konservendosen und Plastikbehälter für Eis: Weil sie aus wertvollen Rohstoffen bestehen, sind Verpackungen aus diesen Materialien kein Abfall, sondern können recycelt und wiederverwendet werden. Um diesen Verwertungskreislauf stärker in Gang zu bringen und am Laufen zu halten, ist seit 1. Januar 2019 das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Deutlich mehr Verpackungen müssen nun recycelt werden. Für die richtige Trennhilfe sorgen einige Tipps er Wuppertaler Verbraucherzentrale.

Alle guten Dinge zum Verpackungs-Trennen sind drei: Glas gehört in die Container, Papier in die Papiertonne und alle anderen Verpackungen dürfen in den gelben Sack, die gelbe Tonne oder in die Wertstofftonne, falls vor Ort eine vorhanden ist.

Glas: Hierbei ist die Trennung nach Farben von Weiß- und Braunglas ganz wichtig, damit wieder Glasflaschen und -gläser in gleicher Farbe daraus produziert werden können. Grünglas darf mit anderen Farben gemixt und recycelt werden. Das heißt, blaue oder andere Glasfarben können auch mit in den grünen Container. Deckel und Schraubverschlüsse müssen vor dem Wurf in die Container nicht entfernt werden.

Serviceverpackungen: Gemeint sind hier Coffee-to-go-Becher, Styroporboxen vom Asienimbiss, Käsepapier und mehr. Diese Verpackungen dürfen in den gelben Sack oder die gelbe Tonne. Brötchentüten – egal ob mit oder ohne Folie – gehören ins Altpapier.

Drei-Komponenten-Behälter: Joghurtbecher etwa, die aus Kunststoffbecher mit Papiermantel und Aludeckel bestehen, benötigen zur Entsorgung etwas mehr Aufwand, damit alle Materialien komplett wiederverwertet werden können. Der Papiermantel gehört ins Altpapier. Der Aludeckel muss vom Kunststoffbecher gelöst werden. Beide wandern voneinander getrennt in den gelben Sack oder die gelbe Tonne.

Verbundmaterialien: Wer bei Papierverpackungen unsicher ist, ob sie aus unterschiedlichen Materialien bestehen, sollte das Material langsam einreißen, dann zeigt sich, ob noch eine Kunststoffschicht auf dem Papier ist. Mit Kunststoff ist die gelbe Tonne die richtige Auffangstation, ansonsten sollte die papierene Umhüllung in die Papiertonne.

Nach der Trennung: Altglas ist der wichtigste Rohstoff für die Glasindustrie. Glas lässt sich immer wieder zu hundert Prozent recyceln, wenn es richtig sortiert im Altglascontainer landet. Auch Altpapier ist für die deutsche Papierindustrie der wichtigste Rohstoff, das mindestens sechs bis sieben Mal erneut zu Recyclingpapier verarbeitet werden kann. Das spart Holz, Wasser und Chemikalien bei der Produktion. Kunststoffe können, vor allem wenn sie in den Sortieranlagen nach Sorten getrennt werden, zu neuen Produkten oder Verpackungen verarbeitet werden. Dies spart Erdöl ein. Dies trifft sich mit dem Sinn und Zweck des neuen Verpackungsgesetzes. Weitere Infos unter gibt es im Netz.

Mehr von Westdeutsche Zeitung