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Umzug: Metaq baut seine Zukunft auf ehemaligem FAG-Gelände

Umzug: Metaq baut seine Zukunft auf ehemaligem FAG-Gelände

Metaq zieht von Langerfeld nach Varresbeck und verdreifacht dabei die Fläche.

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p class="text"><strong>Wuppertal. Wer Mitarbeiter der Firma Metaq spricht, der hört seit Jahren immer wieder den gleichen Satz: "Wir platzen aus allen Nähten." Bereits 1999 hat das 1969 gegründete Unternehmen sich deshalb auf die Suche nach einem neuen Grundstück gemacht und es später auf dem ehemaligen FAG-Gelände an der Düsseldorfer Straße gefunden. Doch in der Wirtschaft lief es anschließend nicht rund, es folgten schwierigere Jahre, in denen es mitunter auch um die Zahlungsmoral nicht zum Besten stand. Klare Haltung des Metaq-Eigentümers Heimeran Schenk Graf von Stauffenberg (Sohn von Claus Schenk Graf von Stauffenberg): In solchen Zeiten wird nicht gebaut.

Mehrere Millionen Euro für den neuen Standort

Mittlerweile liegen die Dinge aber offenbar anders: Metaq zieht mit seinen rund 70 Mitarbeitern um, investierte mehrere Millionen Euro in den neuen Standort. Heute findet das Richtfest statt.

Eine Besonderheit der Firma, die das Thema Präzision beim Markenauftritt besonders hervorhebt. Etwa 500 Materialien hält Metaq im Lager stets vor, um Vorteile bei den Lieferzeiten auszuspielen. Tafel-, Stab- und Coilmaterial (aufgerollt) wird bei Metaq per Ätzen, Laserschnitt oder Wasserstrahl geschnitten - und das bei Genauigkeiten von bis zu einem Tausendstel Millimeter.

Europaweit, so Claudia Schemann, war Metaq lange das einzige Unternehmen, das diese Vielfalt bot. Dementsprechend stammen die Kunden aus allen Branchen, häufig aus dem Automobil- und Medizinbereich. Keine Seltenheit ist es, wenn Automobilzulieferer morgens mit einem Wunsch ankommen und nachmittags bereits fertige Teile abholen wollen.

Ausgewiesener Schwerpunkt von Metaq ist nämlich das Fertigen für Prototypen, 0- und Kleinserien. Der Modellbau mit Mercedes-Sternen, Golf-Antennen oder Takelagen für Schiffe im extremen Maßstab stellt eher ein Nebengeschäft dar. Häufig ist Metaq für Platinen und Kontakte im Elektronikbereich der Automobile zuständig.

Verstärkt will Metaq nun auch Zusatzoptionen anbieten und die Fertigungstiefe im eigenen Haus ausbauen. Da geht es um das Biegen, Schweißen, die mechanische Nachbehandlung und Oberflächenbehandlung.