Starthelfer für internationale Märkte

Starthelfer für internationale Märkte

Fünf bergische Partner stehen in dem Projekt beFiT Existenzgründern und jungen Unternehmen zur Seite.

Wuppertal. In Gedanken sind sie oft geschrieben worden: die Bücher über schlechte Erfahrungen. Auch Ulrich Jüptner, Geschäftsführer von Jubo Technologies, hat ein solches Buch im Kopf. Es handelt von der Wirtschaftsförderung in zahlreichen Städten des Landes. Um so erfreulicher, dass Jüptner der Wuppertaler Wirtschaftsförderung Bestnoten erteilt.

Um junge Unternehmen wie Jubo ins Bergische zu locken, hat sich nun das Verbundprojekt beFiT formiert, an dem neben der Wuppertaler Wirtschaftsförderung fünf weitere Partner mitwirken (s. Kasten). Ziel ist es, Existenzgründern ein Team von Spezialisten an die Seite zu stellen, die bereits auf einen langjährigen Erfahrungsschatz bei nationalen, vor allem aber auch internationalen Wirtschaftsaktivitäten zurückblicken.

Schon seit einem Jahr begleiten die Partner junge Unternehmen, darunter Jubo Technologies, gemäß den Zielsetzungen des Projekts. Dieser Aufwand stellte eine Vorleistung dar, die nun belohnt wird. Denn das Projekt erhielt soeben den Bewilligungsbescheid für eine Förderung durch Ziel 2 NRW, das Wirtschaftsministerium des Landes und die Europäische Union.

Rolf Volmerig, Vorstand der Wirtschaftsförderung, nennt ein anschauliches Beispiel dafür, wie Gründungsspezialisten den Newcomern behilflich sein können: „Immer mehr Aufträge werden über Ausschreibungen vergeben. Da sind zumeist sehr komplizierte Verfahren zu befolgen. Wird ein Stempel vergessen, führt das bereits zum Ausschluss des Bewerbers.“

Nun geht es nicht allein darum, mit Hilfe der Paten bürokratische Hürden zu nehmen. Vielmehr soll durch umfassende Beratung garantiert werden, dass die Neugründer insbesondere das Wachstumspotenzial internationaler Märkte nutzen können. Dieser Aspekt ist es dann auch, der sich von der Gründungsförderung unterscheidet, wie sie sich schon seit einem Jahrzehnt in Wuppertal bewährt.

Gefördert werden Firmengründer mit einer Geschäftsidee, die als tragfähig eingestuft wird, wie auch bestehende Unternehmen, die nicht älter als fünf Jahre sind — sofern sie sich in Wuppertal, Remscheid oder Solingen niederlassen.

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