Verbrauchertipp: So bleiben eigene Verpackungen im Supermarkt keimfrei

Verbrauchertipp: So bleiben eigene Verpackungen im Supermarkt keimfrei

Verbraucherzentrale sagt, worauf beim Befüllen zu achten ist.

Weniger Verpackungen sind ein Plus für die Umwelt: Immer mehr Kunden nehmen deshalb eigene Behältnisse zum Abpacken frischer Waren in den Supermarkt mit. An der Brot-, Käse- und Wursttheke ist jedoch noch oft Schluss mit den guten Vorsätzen. Denn die Hygienevorschriften beim Verkauf loser Frischwaren sind streng. So ist das Herüberreichen von mitgebrachten Boxen und Beuteln über die Theke meist tabu, weil Käufer nicht garantieren können, dass die eigenen Behältnisse immer astrein sauber sind.

Absolute Hygiene ist Pflicht: Rechtlich können Kunden nicht darauf pochen, dass eigene Behältnisse mit den von ihnen gewünschten Waren befüllt werden. Bieten Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte dennoch einen solchen Service an, muss das Verkaufspersonal penibel darauf achten, dass benutzte Messer, Zangen oder Löffel nicht mit der mitgebrachten Verpackung der Kunden in Berührung kommen.

Befüllen eigener Behältnisse: Ist das Einhalten dieser Vorschriften für das Mitbringen eigener Verpackungen kein Thema, dürfen unverpackte Waren über die Theke gereicht werden. Kunden verstauen diese dann selbst in einer Box oder einem Beutel. Kunden können ihr Behältnis auch auf einem Tablett auf die Theke stellen und dort befüllen lassen. Oder der Verkäufer nimmt das Tablett entgegen und packt die Ware hinter der Theke in den mitgebrachten Behälter und gibt diesen wieder zurück.

Mehrweg-Verpackungen machen Schule: Coffee-to-go-Becher etwa werden mittlerweile in vielen Cafés und Bäckereien bereitwillig mit der gewünschten heißen Kaffee- oder Kakaospezialität befüllt. Einige große Supermarktketten testen außerdem derzeit, wie gut eigene Mehrweg-Systeme für Verpackungen an den Bedientheken für Wurst und Käse funktionieren. Kunden erhalten zum Beispiel auf Wunsch eine geschäftseigene Frische-Dose mit der Ware an der Theke und bezahlen beides an der Kasse. Beim nächsten Einkauf bringen sie die ausgespülte Dose mit, die per Wurf in eine Sammelbox in den Mehrwegkreislauf des Supermarkts befördert wird. Nach einer gründlichen Reinigung stehen die gesammelten Boxen dann zur Wiederverwendung bereit.

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