Lebenshilfe streicht Stellen

Küchenbereiche werden zur Heidestraße zusammengelegt.

Cronenberg. Einsparungen und Umstrukturierung auf den Wuppertaler Südhöhen: Die Lebenshilfe Werkstätten Wuppertal gGmbH wird zum 1. Januar 2015 ihre Zentralküche vom Gelände der Bereitschaftspolizei auf Lichtscheid wieder zurück in die eigenen Gebäude an der Heidestraße in Cronenberg verlegen.

„Aufgrund der geänderten Struktur mussten sechs betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden“, sagte Geschäftsführer Stefan Pauls gestern auf Nachfrage. „Drei weitere Zeitverträge werden nicht verlängert.“

Hintergrund für die Maßnahme sei einerseits „der bereits heute absehbare ersatzlose Wegfall der Gebäude an der Müngstener Straße“. Andererseits aber auch „die Notwendigkeit, die deutlichen Gehaltssteigerungen nach der Einführung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst wirtschaftlich darstellen beziehungsweisen kompensieren zu können“.

Die Lebenshilfe Werkstätten Wuppertal werde die von der Kündigung betroffenen Mitarbeiter „aktiv bei Suche nach neuen Arbeitsstellen unterstützen“, kündigt Pauls an. Kontakte zu anderen Trägern seien bereits aufgenommen worden.

Künftig erfolge die Essenszubereitung „durch noch mehr Menschen mit geistiger Behinderung“.

Ihre Förderung und Unterstützung steht bei der Lebenshilfe im Mittelpunkt: Sie betreibt zwei Werkstätten, sechs Wohnstätten, zwei Außenwohngruppen und das Ambulant Betreute Wohnen in eigenen Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Mit rund 260 hauptamtlichen Mitarbeitern ist die Lebenshilfe einer der größten Arbeitgeber in Cronenberg.