Kaufangebot für das Ikea-Areal

Kaufangebot für das Ikea-Areal

Die Fertighauausstellung will vom Pächter zum Besitzer des Geländes werden.

Oberbarmen. Neue Runde im Streit um die Ansiedlung eines Ikea Home Stores auf dem Gelände der Fertighausausstellung am Eichenhofer Weg: Die seit 1974 dort beheimatete Ausstellung Eigenheim & Garten geht in die Offensive und macht der Stadt ein Kaufangebot für das Grundstück.

Es handelt sich um das Kerngebiet von 60000 bis 65000 Quadratmetern Größe. Mit diesem Angebot will die Fertighausausstellung offenbar erreichen, auch nach Ablauf des Pachtvertrages im Jahr 2013 den nach eigenen Worten "exzellenten Standort am Eichenhofer Weg zu erhalten" und dem Ikea-Anliegen dabei ein Schnippchen zu schlagen.

In einem Schreiben an die von Anwohnern ins Leben gerufene Initiative "leben wuppertal-nord" bringt die Ausstellung zudem ihre Hoffnung zum Ausdruck, aufgrund des Anliegerwillens gegen eine Ikea-Ansiedlung und der langjährigen Partnerschaft mit der Stadt ein "moralisches Vorkaufsrecht" zu erhalten.

Doch davon kann offenbar keine Rede sein. Oberbürgermeister Peter Jung rückt auch nach dem Kaufangebot keinen Deut von seiner Haltung ab, ein Ikea-Geschäft auf dem Gelände ermöglichen zu wollen.

Jung machte vielmehr gestern erneut klar, dass die Fertighausausstellung als Nachbar von Ikea deutlich von dem Möbelgeschäft profitieren könne. Zudem habe die Stadt der Fertighausausstellung bereits zwei Grundstücke in unmittelbarer Nähe angeboten.

Darüber, welche Größe für eine Fertighausausstellung auf einem neuen Gelände angemessen ist, gibt es jedoch unterschiedliche Aussagen. Jung jedenfalls beschreibt die Gespräche mit Ikea weiterhin als vielversprechend. Und Ikea fühle sich in Wuppertal willkommen.

Was unter anderem noch aussteht, sind Gespräche mit Remscheid und Solingen, die aufgrund des regionalen Einzelhandelskonzepts bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen. Der erste Aufschlag diesbezüglich ist gemacht. Nun müssen die Verantwortlichen aber abwarten, welche Mehrheitsverhältnisse sich nach der Kommunalwahl ergeben und wer das Sagen hat.

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