Jobkongress: Wo Studenten auf Arbeitgeber treffen

Jobkongress: Wo Studenten auf Arbeitgeber treffen

35 Unternehmen präsentieren sich in der Stadthalle – und machen den Absolventen die Kontaktaufnahme leicht.

Wuppertal. 35 Aussteller - knapp 1000 Besucher. Katharina Lerch, Absolventin der Literaturwissenschaften und Sozialpsychologie in Bochum, hat einen sehr guten Eindruck vom Jobkongress in der Stadthalle: "Man kommt einfach ins Gespräch. Die Unternehmen haben sympathische Repräsentanten entsandt." Auf der Suche nach einer Beschäftigung als Werbetexterin hat sie bereits mit mehreren Firmenvertreten gesprochen - und das ein oder andere gehört, das über den normalen Unternehmensauftritt im Internet hinaus geht.

Und das, obwohl sich die Veranstaltung für Studierende und Akademiker eigentlich vor allem an Ingenieure und Betriebs- sowie Wirtschaftswissenschaftler richtet. Für Jan Phillip Kühme, Geschäftsstellenleiter der Firma Global Finanz Wuppertal, ist das eine "gute Möglichkeit, Kandidaten genauer kennenzulernen. Wenn nach dem gestrigen Tag ein oder zwei qualifizierte Bewerbungsgespräche folgen, "ist das für mich ein Erfolg", sagt Kühme. Und er weiß, wovon er spricht. Nach dem Jobkongress im vergangenen Jahr hat er eine neue Mitarbeiterin eingestellt.

Claudia Schnetzke von Witte Automotive (Velbert) und die Barmenia Personalabteilung berichten über sehr gut vorbereite Kandidaten. Bei Witte sind es häufig Ingenieure, Wirtschaftsingenieure und Elektrotechniker, bei der Barmenia haben viele Informationstechniker einen Eindruck hinterlassen oder sich selbst einen verschafft.

Die Bergische Universität selbst bietet so ein weiteres Instrument an, mit dem der Service für die Studenten verbessert werden soll - und zwar weit über die reine Lehre hinaus, so Peter Jonk von der Transferstelle. Das fängt bei der offiziellen Begrüßung an, hört beim Uni-Ball auf und setzt eben auch beim Übergang in den Beruf an.

Sämtliche Studienphasen begleitet zudem die Zentrale Studienberatung unter Leitung von Christine Hummel. Der Bedarf ist offenbar da. "Wir haben das Haus voll mit ratsuchenden Studierenden", erklärt Christine Hummel. Seit Ende 2004 mit im Programm ist der Career Service, der unter anderem Exkursionen in die Unternehmen der Region anbietet. Bausteine sind unter anderem die rund 200 Praktikumsplätze bei Unternehmen überwiegend aus der Region, Durchsicht von Bewerbungsunterlagen und grundsätzlich der frühzeitige Kontakt zwischen Studierenden und potenziellen Arbeitgebern.

Von denen präsentierten sich gestern unter anderem DuPont, Barmer GEK, Brose, Gefa, Walbusch, Vorwerk Elektrowerke und Unger in der Stadthalle.

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