Innovation am laufenden Band — ein Netzwerk macht's möglich

Innovation am laufenden Band — ein Netzwerk macht's möglich

Uni und Wirtschaft rücken enger zusammen.

Wuppertal. Fortschritt, Innovation, Forschung — all diese Schlagworte sind für mittelständige Unternehmen nur schwer umsetzbar. Doch ist gerade all dies wichtig, um sich auf dem Markt zu halten. Einen neuen Weg schlagen daher gerade sieben bergische Unternehmen ein, indem sie sich miteinander vernetzt haben. Jetzt traf sich deshalb zum ersten Mal das neu gegründete Netzwerk „InnoNet-BL LiCon“. Diese Abkürzung steht für die Bezeichnung Innovations-Netzwerk Bergisches Land — Light Construction. Dessen Fokus liegt vor allem auf Verbindungen von Textilien und Kunststoffen.

Zum Auftakt kam der SPD-Bundestagabgeordnete Manfred Zöllmer und begründete die Bestrebungen des Netzwerks mit einem Zitat von Goethe: „Der isolierte Mensch kommt nicht ans Ziel.“ Für die Region sei das Netzwerk „überlebenswichtig“. Ziel sei es, „von der Universität zu profitieren“. Denn auch die ist mit an Bord. Für Rektor Lambert T. Koch war sofort klar: „Wir sind gerne bereit, in solchen Netzwerken mitzuarbeiten.“

Somit haben die Unternehmen wie die Firmen M&N, Stocko oder Lefatex nun auch das nötige Know-How im Rücken. Ein wichtiger Vorteil des Netzwerkes sind ebenso konkrete Ansprechpartner. Beispielsweise Netzwerkmanagerin Julia Koch, die selbst an der Universität arbeitet und somit bei Fragen schnell die richtigen Ansprechpartner vermitteln kann. „Unser Ziel ist die Entwicklung neuer Produkte. Und dafür koordinieren wir die Stärken der einzelnen Firmen“, so Julia Koch.

Dirk Sachsenröder von der Firma Sachsenröder erwartet viel von der Kooperation. Die bei ihm hergestellten Folien könnten vielleicht auch bei der Entwicklung neuer Produkte in anderen Firmen helfen. Beim Thema Konkurrenz weiß er zu beschwichtigen: „Da muss man offen sein“, sagt Sachsenröder. Eine Vertrauensbasis sei schon aufgebaut. „Wir haben uns beispielsweise gegenseitig besucht.“ Konkrete Produkte kann das Netzwerk natürlich noch nicht aufweisen. „Aber wir haben schon Ideen im Kopf“, so Julia Koch. „Wir wollen einen neuen Autohimmel herstellen und ein neues Trennwandsystem für Großraumbüros entwickeln.“

Ziel der Auftaktveranstaltung war nicht nur, die Arbeit öffentlich zu machen — auch hatte das Netzwerk Firmen und Vereinigungen eingeladen, um für sich zu werben. Das Netzwerk soll nämlich noch größer werden und so seine Stärken ausbauen. Erst so kann man der Vision von Rektor Lambert Koch näher kommen: „Innovation als Routine.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung