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Inhalator aus Wuppertal vor der Markteinführung

Inhalator aus Wuppertal vor der Markteinführung

Das handliche Gerät von Schäfer Produkte erzielt eine therapiegeeignete Salzkonzentration.

Wuppertal. Ein ganz neuer Markt, ein komplett neues Produkt: Die Schäfer Produkte GmbH Formenbau und Kunststofftechnik mit Sitz an der Straße Simonshöfchen arbeitet bislang unter anderem für die Gastronomie und die Automobilindustrie. Jetzt versucht Jürgen Schäfer, auch den Medizin-Markt zu bedienen - und das mit einem kleinen handlichen Inhalationsgerät, der etwas leistet, für das normalerweise sehr viel teurere Geräte notwendig sind.


Der bei Schäfer gebaute "Salivent Aerosol Inhalator" ist nach Kenntnis des Unternehmens der einzige mobile Aerosol-Inhalator, der es schafft, eine "therapierelevante lungengängige Salzkonzentration" zu erzielen. Als sogenanntes "lungengängiges feines Aerosol" reicht es im Bronchialbereich bis in die Alveolen. Das sind diejenigen Elemente der Lunge, in denen bei der Atmung der Gasaustausch zwischen Blut und Alveolarluft erfolgt. Diese Tiefenwirkung des Schäfer-Produkts ist Jürgen Schäfer zufolge auch in einem Gutachten des Fraunhofer-Instituts bestätigt worden.


Hintergrund: Für Asthmatiker, Allergiker, klassische und postoperative HNO-Patienten oder schlicht bei Erkältungserscheinungen zählt die Aerosol-Inhalation zu den bewährten Methoden, obere und untere Atemwege zu therapieren. Und das bei einfacher Anwendung und guter Verträglichkeit.


Die Besonderheit des Schäfer-Produkts: Durch Einsatz eines speziellen Schwammes wird das Salzsubstrat in derart mikrofeine Partikel zerstäubt, wie das kaum ein anderes Gerät schafft. Schäfer berichtet, dass quasi ein Effekt von Windstärke zehn entsteht. Beim Inhalieren wird das Salz also immer wieder in lungengängige Partikel zerrissen.


Bei einem Kongress der Lungenärzte hat Schäfer den Salivent Aerosol Inhalator bereits vorgestellt - und ist auf viel Interesse gestoßen. Großhändler hat Schäfer ebenfalls bereits aufgesucht, vielleicht wird die Vermarktung aber auch über die HNO-Ärzte oder Apotheken oder direkt an die Endkunden erfolgen. Alles Dinge, die noch nicht feststehen und beim Eintritt in den für Schäfer neuen Markt erst noch geklärt werden müssen.


Bundesweit und darüber hinaus ist der Schäfer produzierte und über die Schicker & Schäfer GmbH vertriebene Spülboy zum Spülen von Gläsern bekannt. Das Gerät dürfte fast jeder schon einmal gesehen haben, wenn er Gaststätten aufsucht. Denn zu den Kunden zählen neben wenigen Privatleuten, die noch über eine Hausbar verfügen, vor allem Gastwirte, Brauereien, Restaurants und Hoteliers. Die Marke Spülboy ist bereits seit rund 30 Jahren auf dem Markt platziert.