„Inga“ weckt Hoffnung auf dem Arbeitsmarkt

„Inga“ weckt Hoffnung auf dem Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit zieht Bilanz für den Sommer und stellt ein Sonderprogramm zur Integration vor.

Wuppertal. Ferienzeit bedeutet gemeinhin Entspannung, bewirkt auf dem Arbeitsmarkt aber das genaue Gegenteil. So zog Martin Klebe von der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal gestern eine eher ernüchternde Bilanz für den Sommer. Von 11,8 auf 12 Prozent sei die Arbeitslosenquote in Wuppertal gestiegen. In absoluten Zahlen sind das gegenwärtig 21 455 arbeitslose Wuppertaler.

Anlass zur Besorgnis gebe der Anstieg nicht, sagt Klebe. Er sei deutschlandweit die Regel für die Ferienzeit und komme „in erster Linie durch einen saisonbedingten Zuwachs der Jugendarbeitslosigkeit zustande“. Diese jungen Menschen fänden zumeist recht schnell eine Beschäftigung. Als positiv bewertet Klebe in dem Zusammenhang, dass die Zahl der gemeldeten Stellenangebote über einen langen Zeitraum konstant geblieben sei.

Hoffnung für Langzeitarbeitslose und schwer vermittelbare Personenkreise gebe das Sonderprogramm „Inga — Interne ganzheitliche Integrationsberatung“, das seit 2012 in deutschen Städten und seit April 2013 auch in Wuppertal erprobt wird. Verena Burger, Leiterin des 14-köpfigen Inga-Teams, bewertet die bisherigen Erfolge als sehr beachtlich. Über 300 ihrer Kunden seien seit Beginn des Programms in Arbeit vermittelt worden — in einem Fall sogar in das Team der Arbeitsagentur.

Im Rahmen von Inga betreut jeder Berater etwa 60 Kunden — 200 und mehr sind es im normalen Betrieb der Agentur. Die Betreuten erhalten neben intensiven Beratungsgesprächen auch ein speziell zugeschnittenes Bewerbungstraining und zeigen nach kurzer Zeit eine deutlich höhere Motivation bei der Arbeitssuche. Die Kooperation des Inga-Teams mit dem Arbeitgeberservice der Agentur trägt zum beachtlichen Erfolg bei.

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