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Immobilienmarkt: Wuppertals 1A-Lagen bleiben stabil

Immobilienmarkt: Wuppertals 1A-Lagen bleiben stabil

Aber: Makler bemängelt, Wuppertal sei als Einkaufsstadt nicht attraktiv genug.

Wuppertal. Stagnierende Mieten, kaum steigende Fußgängerfrequenz — Wuppertal „wird seiner Funktion als Einkaufsstadt zumindest gemessen an seiner Einwohnerzahl nicht in vollem Umfang gerecht.“ Dieses Fazit zieht Frank Kaiser im Comfort-Städtereport. Das Unternehmen ist auf die Vermittlung von Geschäftshäusern und Ladenlokalen in deutschen 1A-Lagen spezialisiert — und bezieht sich in der Bewertung auf Daten des Gutachterausschusses. Der veröffentlichte wieder die Daten zur Passantenfrequenzanalyse und zu den Mieten für Einzelhandelsflächen.

Demnach gibt es für die Alte Freiheit einen Mietrichtwert von 80 Euro je Quadratmeter, die Poststraße kommt auf gut 50, der Wall von Neumarkt bis Herzogstraße ebenso wie der Bereich am Von-der-Heydt-Platz auf 50 Euro. Dann folgt die Schwanenstraße mit 40 Euro, vor Turmhof (35 Euro) und Herzogstraße von Bank- bis Kasinostraße mit 30 Euro. Alle anderen Straßen landen deutlich dahinter.

Wie auch in Barmen gibt es jedoch Spannen von gut 20 Prozent. Dort sind mit einem Mietrichtwert von 40 Euro je Quadratmeter am Alten Markt die höchsten Mieten fällig. Auf dem Werth bis Kleine Flurstraße ändert sich daran zunächst wenig, bis sich der Richtwert von Kleine Flurstraße bis zum Ende mehr als halbiert. Auch mit diesem halbierten Wert kann allenfalls die Schuchardstraße mithalten. In allen anderen Straßen sind die Mietrichtwerte deutlich geringer.

Grundsätzlich haben diese Miethöhen auch etwas damit zu tun, wie viele Menschen an den Geschäften vorbeikommen (siehe Kasten). Ergebnis: Die 1A-Lagen sind stabil geblieben, haben teilweise sogar stärkere Frequenzen als im vergangenen Jahr. Klar auf Rang 1 in Elberfeld wie im Stadtgebiet bleibt die Alte Freiheit mit rund 4560 Passanten pro Stunde. Es folgen zwei weitere Abschnitte an der Alten Freiheit vor der Poststraße mit 3000. Wall Nord und Kerstenplatz kommen noch auf mehr als 2000 Passanten.

Mehr als 2000 Passanten pro Stunde zählt der Gutachterausschuss in Barmen nur am Werth, mehr als 1000 nur in sehr unmittelbarer Umgebung. Nennenswerte Veränderungen: Kerstenplatz und Klotzbahn (Eingang Rathaus Galerie 2. OG) sowie die Alte Freiheit mit dem Eingang City-Arkaden legten zu, ebenso Schwanenstraße Ost und Kirchstraße. In Friedrichstraße und Hofaue gingen die Passantenzahlen zurück.