Hitzige Diskussionen bei Haus und Grund

Hitzige Diskussionen bei Haus und Grund

Mitglieder des Elberfelder Eigentümervereins nehmen neue Satzung an.

Elberfeld. Ruhig ist es geworden um den vor zwei Jahren negativ in die Schlagzeilen geratenen Elberfelder Eigentümerverein „Haus + Grund Wuppertal und Umland“. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung wurde jedoch wieder hart diskutiert, denn wichtige Entscheidungen wie die Verabschiedung der Vereinssatzung und die Vorstandswahlen mussten getroffen werden.

Auch sitzt die Erinnerung an die vergangenen Jahre vielen Mitgliedern noch in den Knochen, das Misstrauen gegenüber dem Vorstand war groß. Gleich das erste Thema sorgte so für Unmut, denn der Jahresbericht 2012 der Kassenwartin Angela Müllenbach-Michel, obwohl positiver als im vorausgegangenen Jahr, wies eine Schwachstelle auf: Er war noch nicht von den Rechnungsprüfern überprüft worden. Für die Mitglieder so nicht tragbar: „Ich beantrage, die Jahresbilanz abzulehnen, da sie noch nicht geprüft ist“, wurde gefordert.

Der Grund für diesen Fauxpas: Es war zu einem Missverständnis zwischen Rechnungsprüfern und Vorstand gekommen; die nachträglich für 2011 gewählten Prüfer verstanden sich als nur auf ein Jahr gewählt. Unterschiede in der Darstellung der Jahresberichte der letzten zwei Jahre sorgten bereits zu diesem Zeitpunkt für hitzige Diskussionen. Ein Versammlungsleiter musste bestimmt werden, um die Wogen zwischen argumentierenden Mitgliedern zu glätten.

Auch das unterschwellige Misstrauen dem Vorstand gegenüber trat deutlich zu Tage. Auf Antrag der Mitglieder wurde er nicht entlastet. Kritik kam aber auch bei der Reform der Vereinssatzung auf. Bereits seit zwei Jahren arbeitet der Verein unter Federführung von Lutz Fürup an der Überarbeitung, die Mitglieder konnten ihre Anmerkungen einbringen. Erneut kam es zu einer ganzen Liste von Änderungswünschen: Die Aufnahme von Maklern ohne Eigentum stand zur Debatte und einzelne Formulierungen standen auf dem Prüfstand.

Nach viel Hin und Her wurde die Satzung mit großer Mehrheit angenommen und der Vorstand gewählt.

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