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First Union: Zukunft des Investors noch ungewiss

First Union: Zukunft des Investors noch ungewiss

Leasinggeschäfte: Der städtische Partner birgt Risiken.

Wuppertal. Während die internationale Finanzkrise immer neue Risiken zeigt, stellt sich auch für Wuppertal die Frage nach den Folgen. Wie die WZ berichtet hat, sind die umstrittenen Cross-Border-Leasing-Geschäfte mit der Wuppertaler Kanalisation und dem Müllheizkraftwerk über das fast Pleite gegangene Versicherungsunternehmen AIG abgesichert.

Die Stadt Wuppertal bereitet derzeit eine Ausschreibung vor, um sich neue Partner zu suchen, falls AIG die Versicherungsprämie anhebt, wie Kämmerer Johannes Slawig erklärt hat. Es gibt offenbar weitere finanzielle Risiken, die durch die Cross-Border-Leasing-Geschäfte - die ein Gesamtvolumen von 800 Millionen US-Dollar haben - drohen.


Wie die WZ berichtete, ist einer der Partner das Unternehmen First Union, das wiederum zur Wachovia, der sechstgrößten Bank der Vereinigten Staaten, gehört. Die Wachovia ist fast insolvent geworden und sollte von der CityGroup übernommen werden. Nach Medienberichten will die US-Bank Wells Fargo jedoch nun die Wachovia und damit auch die Tochter First Union übernehmen.

Not-Arbeitskreis wegen Cross-Border-Leasing

Offenbar sind die Gefahren aus den Cross-Border-Leasing-Geschäften den Städten schon lange bekannt. Die Berliner TAZ schreibt in ihrer Online-Ausgabe, dass bereits 2005 im Rahmen des Deutschen Städtetages in "aller Stille" eine Art Notgemeinschaft von 25 Städten mit dem Namen "Arbeitskreis Cross Border Leasing" gegründet worden sei. Die Geschäftsführung liege bei den Wuppertaler Stadtwerken, heißt es.