Eine Software hilft im Wettbewerb um die besten Köpfe

Eine Software hilft im Wettbewerb um die besten Köpfe

Jungunternehmen mit Werkzeug für das Besetzen freier Positionen.

Wuppertal. Den Vergleich mit anderen Städten und mit anderen Technologiezentren haben Christian Ternai und Steffen Braun gewissenhaft gezogen. Und dann sind sie zu dem Schluss gekommen, dass die Voraussetzungen nirgends so gut sind wie im W-tec in Wuppertal.

Ein Technologiezentrum, das schwarze Zahlen schreibt; dazu die Unterstützung anderer Firmen. Ternai und Braun waren sich einig: Das Umfeld für Gründung und Innovation ist in Wuppertal am besten. Dementsprechend haben sie vor zwei Jahren ihr Unternehmen Task Force Internet (TFI) an der Lise-Meitner-Straße gegründet. Der Schwerpunkt: Personalmarketing — und zwar mit einer entsprechenden Software namens Talention ausgestattet.

Damit gibt das junge Unternehmen anderen Firmen ein Werkzeug an die Hand, um gezielter und erfolgreicher auf die Suche nach neuem Personal zu gehen, so die beiden TFI-Gründer. Zuvor hat TFI ein Jahr lang geforscht, um Daten darüber zu erhalten, wie die Unternehmen am besten auf ihre Zielgruppen treffen.

Für rund 100 Firmen war das mittlerweile acht Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen TFI mit Talention bereits im Einsatz — und hat dabei etliche nicht gerade einfache Stellen besetzt: zum Beispiel die eines Vertriebsleiters in Russland, eines Senior-IT-Managers, eines Oberarztes in NRW und eines internationalen Trainingsleiters im Vertrieb. Die Software Talention ist dabei so etwas wie der automatisierte Werbeoptimierungsleitfaden.

Und, so Steffen Braun: „Wir übergeben den Unternehmen wieder die Prozesse, statt sie in die Hände von Headhuntern zu legen.“ Ein Hintergrund dazu: Das Geld, das für die Besetzung einer Stelle investiert wird, könnte auch dafür investiert werden, eigene Mitarbeiter mit Talention für das Besetzen offener Stellen fit zu machen. Ein Vorteil: Dieses Geld muss nur einmal ausgegeben werden und nicht für jede Stelle komplett neu.

Je nach Stelle ist die lokale Tageszeitung natürlich genau der richtige Weg, unter Umständen muss aber auch in China nach Kandidaten gesucht werden. Zudem hilft TFI mit Handlungsempfehlungen dabei, wenn Kandidaten sich zwar auf der Unternehmensseite für die Firma oder eine ausgeschriebene Stelle interessieren, aber trotzdem kein Kontakt herauskommt. Oder zum Beispiel, wenn nach einem Kontakt nicht sofort eine Stelle frei ist, der Kandidat aber grundsätzlich durchaus ein Gewinn für das Unternehmen sein könnte.

Die Methoden im Wettbewerb um die besten Köpfe werden also ständig vielfältiger.

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