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Ein Preis für den Transfer von Wissen

Ein Preis für den Transfer von Wissen

Markus Zdrallek löst ein Problem in der Stromverteilung.

Wuppertal. Erstmals hat die Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität (GFBU) jetzt den Bergischen Wissenstransferpreis verliehen. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Dr. Ing Markus Zdrallek für sein Kooperationsprojekt „iNes — die inteligente Ortsnetzstation“. Die geht das durch die Energiewende ausgelöste Problem der haushaltsnahen Niederspannungs-Stromverteilung an. Denn „die Kiste“, wie Zdrallek iNES nennt, kann verhindern, dass (wie bereits geschehen) an einem sonnigen Sonntagmorgen im ländlichen Bayern das Netz ausfällt, weil zu viel Photovoltaik-Strom eingespeist und zu wenig Strom verbraucht wird. Dann, so der Preisträger, hat man nur zwei Möglichkeiten: Das Netz aus- oder iNes einbauen. Die zweite Variante ist dabei deutlich kostengünstiger. Denn iNes kann in einer Ortsnetzstation automatsch dafür sorgen, dass die Photovoltaik-Einspeisung gesenkt wird.

Der Bergische Wissenstransferpreis zeichnet Forscher aus, die im Rahmen einer Kooperation zwischen Forschung und Anwendung in der Praxis zu herausragenden Ergebnissen gekommen sind. GFBU-Vorsitzender Rüdiger Theis zitiert dementsprechend einen der Projekt-Partner aus der Wirschaft: Wissenschaft schafft Märkte.“

Uni-Rektor Lambert T. Koch stellte klar, dass die Kultur des Pries-Auslobens zusätzliche Motivationen schaffen kann. Dieser Preis schließe zudem eine Lücke.

An der Finanzierung des Preisgeldes beteiligten sich die Firmen Coroplast, CVB Credit- und Volksbank, educate Akademie für Aus- und Fortbildung, Knipex, Vorwerk & Co., Wiesemann & Theis, WSW mobil und Dr. Jörg Mittelsten-Scheid.