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EDE will 10 Milliarden Euro Umsatz erreichen

EDE will 10 Milliarden Euro Umsatz erreichen

Um die Ziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen, sind viele Investitionen notwendig.

Wuppertal. Das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler formuliert seine Ziele neu. Im Anschluss an die Challenge 2012 gilt nun die Challenge 2020. Und die sieht vor, den zuletzt mit rund 850 Mitarbeitern auf 5,3 Milliarden Euro gewachsenen Umsatz bis zum Jahr 2020 auf 10 Milliarden Euro fast zu verdoppeln. Das berichtete die Geschäftsführung jetzt während der EDE-Unternehmertage in der Stadthalle vor je 400 Vertretern von Mitgliedunternehmen und Lieferanten.

Dabei schwor Hans-Jürgen Adorf, Vorsitzender Geschäftsführung, beide Gruppen auf das Miteinander ein. „Entweder wir landen mit unseren Partnern im Zielhafen, oder wir landen gemeinsam irgendwo daneben. Der vermeintliche Einzelkämpfer ist tot.“

Dabei sparte Adorf trotz des rasanten Wachstums der vergangenen Jahre nicht mit Selbstkritik: „Die starke Expansion hat innerbetriebliche Defizite offenbart.“ Und EDE höre auch auf die mahnenden Stimmen, auf dem Teppich zu bleiben und nicht gleich weltweit zu planen. Gleichwohl liegt Europa im Fokus der Strategie. 2,2 Milliarden Euro des Umsatzes (zuletzt 634 Millionen) sollen im Jahr 2020 im Geschäft außerhalb Deutschlands in Europa entstehen.

Ein wesentlicher Baustein sind Investitionen, beispielsweise für den Ausbau des Online-Handels (trotz der dortigen Konkurrenz) und ein neues Datenmagement. Demzufolge können die Mitgliedsunternehmen große Teile dieser Vorgänge auf das EDE übertragen und so selbst sehr viel Geld sparen.

Kernprojekt bei Challenge 2012 ist die Logistik — und damit das Logistikzentrum am Stammsitz in Langerfeld. EDE plant eine Verdoppelung der Kapazitäten auf 150.000 Artikel. Die klare Ansage: Bei einer Lieferfähigkeit von 98 Prozent sollen Händler im Inland weiter innerhalb von 24 und Händler im Ausland innerhalb von 48 Stunden beliefert werden. Und das bei einer Fehlerquote von weniger als einem Prozent. Beim Bau des Logistikzentrums in Langerfeld im Jahr 2008 wurden entsprechende Reserveflächen berücksichtigt.