Düsseldorfer staunen über Firmen im Tal

Düsseldorfer staunen über Firmen im Tal

Beamte der Landesregierung haben innovative Unternehmen in Wuppertal besucht.

Wuppertal. Zum 22. Mal besuchten Regierungsbeamte aus fünf Ministerien und weiteren Landesbehörden auf Einladung des NRW-Handwerkstags innovative Handwerksunternehmen. Die jährliche Bus-Tour „Handwerk live“ führte diesmal nach Wuppertal — und das nicht zum ersten Mal. „Hier finden sich einfach überdurchschnittlich viele leistungsstarke, größere Handwerksunternehmen“, sagt NWHT-Hauptgeschäftsführer Josef Zipfel, der die Rundreise veranstaltete.

Sie ist unter Spitzenministerialen in Düsseldorf äußerst populär: „Hier bekomme ich hautnah mit, wie Unternehmen die bewilligten Fördermittel für betriebliche Projekte einsetzen. Außerdem will ich wissen, wie die Nachfolge geregelt ist,“ sagte etwa Norbert Stüttgen, Leitender Oberregierungsrat aus dem NRW-Finanzministerium.

Zunächst führte Alfons Schönauen durch sein architektonisch wie energetisch runderneuertes Autohaus an der Winchenbachstraße. Der Mercedes-Vertragshändler hat 2,7 Millionen Euro in die Hand genommen — „ausschließlich Eigenmittel“, wie der Seniorchef betonte. Die Bilanz: Eine Verdoppelung der Nutzfläche um 1500 Quadratmeter, aber vier Prozent weniger Heizenergie sowie 34 Prozent weniger Wasserverbrauch. Schönauen konnte mit der Investition die Weichen für weiteres Wachstum stellen und beschäftigt nun 60 Mitarbeiter, darunter 14 Lehrlinge.

Die zweite Station führte die Ministerialen ins Gewerbegebiet Lichtscheid, in die neue Zentrale des Sanitätshauses Curt Beuthel GmbH und Co KG. Schon die Größe des Unternehmens von Chef Rüdiger Neumann mit 120 Beschäftigten in acht verschiedenen Berufen ließ die Gäste staunen. Ebenso wie die breite Palette an 7500 vertriebenen (und immer häufiger vermieteten) Hilfs- und Pflegemitteln, die die Gäste beim Rundgang durchs volldigitalisierte Lager in Augenschein nehmen konnten.

Rüdiger Neumann gab Einblicke in eine stark von staatlichen Vorgaben geprägte Branche. „Alleine mit 192 verschiedenen Krankenkassen muss ich Einzelverträge führen - ein administrativer Aufwand, der zwei volle Stellen bindet“, sagte Neumann. Red

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