Die Sepa-Umstellung läuft auf vollen Touren

Die Sepa-Umstellung läuft auf vollen Touren

Wuppertaler Firmen und Vereine haben die Neuerungen offenbar im Griff.

Wuppertal. Der Countdown läuft. Geplant war die Umstellung auf das neue Sepa-Zahlungssystem für den 1. Februar 2014. Nun schlägt die EU-Kommission eine Verlängerung der Frist bis zum 1. August vor. Grund dafür ist die Befürchtung, dass viele Vereine und Unternehmen sich nicht ausreichend vorbereitet haben.

Die Umstellungsrate sei zu niedrig, um einen reibungslosen Übergang zu garantieren, so die EU-Komission. Ohne eine fristgerechte Umstellung würde es zu Zahlungsengpässen kommen. Dies würde bedeuten, dass mögliche Gehälter nicht gezahlt oder Vereine keine Beiträge einziehen könnten. Doch wie sieht es mit der Umstellung in Wuppertal aus? Jürgen Harmke, Pressesprecher der Stadtsparkasse Wuppertal, zieht eine positive Zwischenbilanz.

„Die Firmen und Vereine in Wuppertal sind mit der Umstellung gut hinterhergekommen. Wir haben den Eindruck, dass 80 bis 90 Prozent der Vereine und Firmen auf das Sepa-System umgestiegen sind“, so Jürgen Harmke. Das liegt nicht zuletzt an der guten Vorbereitung der Geldinstitute. Schon seit zwei Jahren informiert zum Beispiel die Sparkasse ihre Kunden über die kommende Umstellung auf das europäische Zahlungssystem. „Denn Sepa ist ja auch nichts Neues“, erläutert Harmke. Schon seit der Einführung des Euros im Jahr 2002 existiert das Sepa-Zahlungssystem. „Neu ist jetzt nur, dass die anderen Zahlungsmethoden in diesem Jahr abgeschaltet werden.“

So fanden im vergangenen Jahr insgesamt sieben Vorträge für Vereine und Firmenkunden zum Thema Sepa in der 19. Etage des Sparkassenturms statt.

Dass der eigentlich angedachte Tag der Umstellung naht, sei deutlich zu spüren. „Seit November laufen die Telefone unserer Sepa-Hotline heiß“, erklärt Jürgen Harmke. Doch nicht nur Firmen und Vereine, auch die privaten Kunden erkundigen sich nach der Umstellung. „Allerdings bleibt ihnen noch bis zum 1. Februar 2016 Zeit, sich auf das neue System einzustellen“, beruhigt Harmke. Bis dahin bieten die Kreditinstitute an, beim Online-Banking oder in den Filialen Zahlungen noch mit nationaler Kontonummer und Bankleitzahl zu veranlassen.

Jedoch wird geraten, sich frühzeitig zu informieren und umzusteigen. Hilfen dazu gibt es zum Beispiel auf der Website der Sparkasse, in Form von Sepa Info-Touren, kurzen Videos, die über die Neuerungen durch Sepa aufklären. Mit Blick auf die Verlängerung der Frist für Firmen und Vereine bis zum 1. August könnte die Sparkasse sich zudem vorstellen, weitere Informationsvorträge zu veranstalten.

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