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Deutsche Bank legt im Krisenjahr zu

Deutsche Bank legt im Krisenjahr zu

Kunden suchen Transparenz. Baufinanzierungen stark gefragt.

Wuppertal. Transparenz, Sicherheit, Stabilität. Stärker als früher wollten die Kunden der Deutschen Bank im vergangenen Jahr wissen, woraus sich die einzelnen Produkte, die sie kaufen, eigentlich zusammensetzen. Nach Angaben von Martin Wolf, Leiter Privat- und Geschäftskunden in der Region Wuppertal/Sauerland, war das damit ein Jahr, in dem die Bank die Marktposition weiter ausbaute und das Vertrauen stärkte.

Dementsprechend erhöhte sich das Depotvolumen auf 1,4 Milliarden Euro. Besonders deutlich steigerte sich das Neuvolumen im Mandatsgeschäft, bei dem die Bank das Vermögen selbstständig verwaltet, allein in Wuppertal um rund 30 Millionen Euro. Ein sattes Plus gab es zudem bei den Baufinanzierungen: In Wuppertal erhöhte sich das Volumen um mehr als 14 Prozent auf 822 Millionen Euro. Wolf zufolge liegt das auch daran, dass viele Kapitalanleger im Krisenjahr wieder in Steine investierten.

Kreditklemme im Mittelstand? Kai Giesel, Leiter Firmenkunden, sieht das nicht. Die rund 2,7 Milliarden Euro Kreditvergabe in der Region entsprechen einem leichten Plus. Nicht mitgezählt sind zudem die Kredite für Tätigkeiten heimischer Firmen im Ausland. Und da ist viel passiert, wie Giesel berichtet. Zudem sei die Deutsche Bank von Insolvenzen bei den Firmenkunden weitgehend verschont geblieben.

Was die Vermögensverwaltung besonders wohlhabender Kunden angeht, stehen Wuppertal und die Region nach Angaben von Ralf Ehser, Leiter Private Wealth Management, traditionell auf einem Uefa-Cup-Rang in den 16 bundesweiten Einheiten. Aus Wuppertal stammt also mehr als ein Sechszehntel des Zuflusses von fünf Milliarden Euro.