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CDU-Europapolitiker Herbert Reul besucht Fahnen Herold

CDU-Europapolitiker Herbert Reul besucht Fahnen Herold

Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament vor Ort.

Wuppertal. Fahnen, Wimpel, Wappen — gibt es dafür noch genügend Käufer, um einen Betrieb mit 140 Mitarbeitern zu erhalten?

Herbert Reul, Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie im Europäischen Parlament, besuchte das Langerfelder Traditionsunternehmen Fahnen Herold und staunte. Was den CDU-Mann aus Bergisch Gladbach vor allem in den Bann zog, war die umwerfende Brillanz des Fotodrucks auf Textilien.

Denn, das lernte Reul, Fahnen im herkömmlichen Sinne sind inzwischen tatsächlich der schwächere Produktbereich, während Herolds Kerngeschäft bei aufwendig bedruckten Beachflags, Rollups oder Dekobannern liegt. Dennoch freute sich Reul, dass er gleich am Portal von Europaflaggen empfangen wurde und im Rahmen der Betriebsbesichtigung auch beim Druck dieser Fahnen zuschauen konnte.

„Mein Vater hat noch aus Wehrmachtsbeständen Provianttaschen aufgekauft und daraus Wimpel hergestellt“, berichtete Geschäftsführer Kai Frauenhoff, der den 1947 gegründeten Betrieb heute in dritter Generation leitet.

Solche Anekdoten erfreuten den Besucher, doch Hauptanliegen bei seinen Besichtigungen sei es, über die Europapolitik nicht den Kontakt zur wirtschaftlichen Basis zu verlieren. Deshalb besuche er zwei Mal im Monat ausgewählte bergische Betriebe.

Tatsächlich wartet Herold mit ungeahnten Qualitäten auf. 5,5 Millionen Quadratmeter bedruckter Textilien verlassen jährlich das Haus. Sie können in Breiten von fünf Metern durch die Maschinen geschickt und mit immerhin 1000 dpi bedruckt werden.

Aber, so Frauenhoff, es sei nur zum Teil die Qualität, die den Bestand des Unternehmens sichere. Da seien andere Länder durchaus gut gerüstet und obendrein bei der Preisgestaltung ernste Konkurrenten. Überlegen sei Herold aber bei den kurzen Produktionszyklen. Viele Kunden müssten ihre Werbestrategien unter Verschluss halten, um sie dann blitzartig auf den Markt zu bringen. So etwas sei bei Lieferungen etwas aus Asien kaum möglich.