Bayer: Wuppertal verliert mehr als 20 Prozent der Arbeitsplätze

Stellenabbau: Bayer stellt klar: Wuppertal verliert mehr als 20 Prozent der Arbeitsplätze

Seit Donnerstag ist klar: Neben dem Faktor-VIII-Projekt trifft es den Standort in der Forschung noch einmal so hart. Insgesamt verliert Wuppertal damit in den nächsten Jahren noch mehr als die bisher befürchtenden 350 Arbeitsplätze.

Bayer will in Deutschland mehr als 1000 Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung abbauen. Jörg Möller, Leiter der Forschung und Entwicklung im Pharmabereich, informierte die Mitarbeiter per Videozuschaltung im Zuge einer internen Versammlung am Donnerstagmorgen. Allein in Wuppertal sind davon nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Michael Schmidt-Kießling fast 400 Arbeitsplätze betroffen.

Damit erhöht sich der Stellenabbau in Wuppertal zusammen mit dem eingestellten Faktor-VIII-Projekt auf 750. Das sind mehr als 20 Prozent der derzeit 3400 Arbeitsplätze bei Bayer. Weltweit sollen rund zehn Prozent der Konzern-Arbeitsplätze abgebaut werden.

Laut Schmidt-Kießling soll der Stellenabbau im Forschungsbereich auf die nächsten drei bis vier Jahre gestreckt werden. „Die meisten Arbeitsplatzabbauten sollen aber nach Wunsch des Unternehmens in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen.“ Der Betriebsrat habe die genannten Größenordnungen „nicht akzeptiert“. Berlin, noch vor Wuppertal größter Forschungsstandort bei Bayer, verliert sogar mehr als 600 Arbeitsplätze. Bayer will Forschung und Entwicklung künftig verstärkt extern einkaufen. In der offiziellen Presseerklärung des Unternehmens aus der vergangenen Woche war von rund 900 Arbeitsplätzen die Rede gewesen, die in der Pharma-Forschung abgebaut werden sollen.

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