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Wirtschaft im Rekord-Hoch

Wirtschaft im Rekord-Hoch

Lauf Umfrage der IHK befinden sich die Firmen in einer guten Lage – und blicken zudem optimistisch nach vorne.

Wuppertal. Das Fell des Bären schon verteilen, bevor der Bär erlegt ist, beziehungsweise bevor die ersten Wirtschaftseckdaten des laufenden Jahres vorliegen? Nein, das ist nicht das Ding des IHK-Präsidenten Friedhelm Sträter. Er will die Konjunkturdaten zwar nicht schlecht reden, ein wenig auf die Euphoriebremse zu treten, scheint aber offenbar angemessen zu sein. Zu hoch sind nach seiner Einschätzung noch die Risiken.

Gäbe es die nicht, hätte wohl tatsächlich niemand Grund, sich der der Euphorie entziehen zu wollen. Denn die Konjunkturumfrage unter den bergischen Unternehmen fällt so gut wie quasi nie zuvor aus. Sie Geschäftslage hat sich weiter erheblich verbessert, die Aussichten sind nach Einschätzung der Unternehmen gut - alles deutet auf eine Hochkonjunktur im Bergischen, eine, die sich in allen drei Städten spiegelt, eine, die mit einem Saldowert von plus 43 ein Rekordhoch darstellt.

Insgesamt nennen 52 Prozent der Firmen ihre Geschäftslage gut, 39 Prozent als befriedigend, nur noch neun Prozent sind unzufrieden. Stimmungstreiber sind die weiter anziehenden Umsätze der Unternehmen. Vor allem aber ist es nach Angaben von Sträter auch gelungen, endlich wieder Gewinn zu machen. das ist nach Überzeugung des IHK-Präsidenten auch bitter nötig, damit die Unternehmer ihre Eigenkapitalquote verbessern können. Immerhin: Den Daten von IHK-Geschäftsführer Uwe Mensch zufolge nehmen die kleineren Unternehmen verstärkt am Aufschwung teil.

Besonderheit der bergischen Wirtschaft: Abgekoppelt von der gegensätzlichen Entwicklung im Land, zieht im IHK-Bezirk auch die Inlandsnachfrage nennenswert um sechs Prozent an.

Noch erfreulicher: Endlich hat der Aufschwung nach Darstellung der IHK auch den Arbeits- und Ausbildungsmarkt erreicht. Ein Drittel der Unternehmen meldet bereits einen Arbeitskräftemangel. Vor wenigen Jahren waren das noch nur fünf Prozent. Allerdings liegt die Betonung dabei auf dem dem Wort qualifiziert. Ungelernte haben es weiterhin sehr schwer.

Was die Investitionen angeht, so liegt zwar weiterhin der Ersatzbedarf weit vorne. Häufig geht es aber auch um Produktinnovationen und erfreulicherweise Kapazitätserweiterungen. Und die bringen für gewöhnlich auch einen Ausbau an Arbeitsplätzen mit sich. Auch Investitionen im Ausland wertet die IHK freundlich: Häufig ist das Erschließen neuer Märkte das Ziel.