Wie Wuppertaler Abiturienten Tschüss sagen

Wie Wuppertaler Abiturienten Tschüss sagen

Ein Abi-Motto gehört zu jedem Abschlussjahrgang. Hier gibt es eine Auswahl dieses Jahres.

Wuppertal. Lebensweisheiten aus zwölf oder 13 Jahren Schule in einen Spruch zu verpacken, war ja noch nie der Anspruch eines Abi-Mottos. Diesen Anspruch nicht zu erfüllen, haben auch die diesjährigen Abiturienten weitgehend geschafft.

So tut sich wieder die ganze Bandbreite an Abi-Sprüchen auf. Teilweise sahen sich die Lehrer veranlasst, darauf hinzuweisen, dass sie an der Entscheidungsfindung nicht beteiligt waren — an anderen Schulen hingegen verweisen sie stolz auf den feinen Geist der Sprüche.

„Abisutra — ab jetzt geht’s auf Stellungssuche“ heißt es an der Pina-Bausch-Gesamtschule. Schlicht und ergreifend mit einem „Abivederci“ sagen die Schüler am Gymnasium Vohwinkel Tschüss. Die 14 Abiturienten am Berufskolleg Elberfeld haben das Motto „Constanze’s Fourteen“, denn die Lehrerin heißt Constanze. „KAbitalismus — 13 Jahre Klassenkampf“, lautet der Spruch am Berufskolleg Werther Brücke.

Tierisch wird es am St. Anna-Gymnasium: „Annazonas — Zwölf Jahre von Affen umgeben“, heißt es dort zum Abschluss. An der Erich-Fried-Gesamtschule erinnern die Schüler an den Disney-Film König der Löwen: „Hakuna MatAbi — Haste Abi, biste König“, heißt es dort.

Vielleicht ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol verarbeiten die Abiturienten der Gesamtschule Barmen mit dem Spruch „Abi heute — Captain Morgan“. So heißt auch ein Rum. „Heute Abi — Morgan Freeman“, lautet es am Gymnasium am Kothen — mit Verweis auf Schaupieler und baldige Freiheit zugleich.

Ebenfalls nahe an Hollywood: Die Sprüche „Titabic“ am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium und „Illuminabi — endlich erleuchtet“ am Gymnasium Sedanstraße. Die Anstrengung der Oberstufe lässt das Ganztagsgymnasium Johannes Rau mit dem Satz „Jeder Punkt kostet Nerven“ Revue passieren. Am Carl-Fuhlrott-Gymnasium gilt der Abschlussspruch hingegen den gleichen Helden, die schon frühere Generationen geprägt haben: „Winnetou und Abihatschi- Willkommen in der Freiheit, Bruder.“