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Integration: Wie Wuppertal von der Zuwanderung profitiert

Integration : Wie Wuppertal von der Zuwanderung profitiert

Das Wuppertaler Jobcenter spart fünf Millionen Euro ein. Das liegt am Zusammenspiel von Ehrenamt, Handwerk und Behörden, das Wuppertal zum Beispielort für Integration macht.

So sieht der Leiter des Jobcenters, Thomas Lenz, das. Und die aktuelle Statistik bestätigt ihn. Die Eingliederung von geflüchteten Zuwanderern in den Arbeitsmarkt hat in den vergangenen Monaten dermaßen Fahrt aufgenommen, dass Wuppertal die vom Bund angepeilte Vermittlungsquote von 17,5 Prozent deutlich überschritten hat. „Wir liegen über 20 Prozent“, sagt Lenz. Und sein Stellvertreter Andreas Kletzander fügt hinzu, dass die Zahl der vermittelten Flüchtlinge damit anteilsmäßig den Wert der insgesamt in Arbeit gebrachten Personen übersteigt.

Für Lenz ist das kein großes Wunder. Er gehörte von vornherein zu jenen, die sicher waren, dass Wuppertal von Zuwanderung profitiert. „Das liegt auf der Hand. Zu uns sind vor allem aus Syrien überwiegend Menschen gekommen, die noch unter 15 Jahren alt sind. Insgesamt sind fast 80 Prozent der Geflüchteten nicht älter als 34“, sagt er. „Die wollen noch was werden. Die wollen sich hier ein Leben aufbauen.“

Erfahrungen aus Sprachkursen scheinen das zu bestätigen. Laut Kletzander schließen gut 60 Prozent der Flüchtlinge ihren Deutschkurs so ab, dass sie umgehend in Arbeit vermittelt werden können. „Die Handwerk lechzt nach den Leuten“, sagt Lenz.

Freilich gebe es auch Ausnahmen von der Regel, aber die Regel sei eine Erfolgsgeschichte. Das gilt auch finanziell. „Wir geben der Stadt in diesem Jahr mindestens fünf Millionen Euro für die Unterbringung von Flüchtlingen zurück.“ Warum? Immer mehr verdienen Geld und bezahlen ihre Miete selbst.