Wuppertal: Wie Wasserstoff zu elektrischer Energie wird

Wuppertal: Wie Wasserstoff zu elektrischer Energie wird

Bislang gibt es rund 230 Fahrzeuge mit Brennstoffzellen.

Wuppertal. In der Brennstoffzelle eines Elektro-Autos wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt. Als Nebenprodukt entstehen reines Wasser und Wärme. Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind geräuscharm und stoßen keine Abgase aus. Der Wasserstoff kann aus erneuerbaren Energien, aber auch aus Kohlestrom erzeugt werden.

Derzeit gibt es in Deutschland rund 210 Pkw und 20 Busse mit Brennstoffzellenantrieb. Der Spezialgase-Hersteller Linde will noch in diesem Jahr ein Carsharing-Angebot mit Brennstoffzellentechnik in München starten. Bislang bieten Autohersteller wie Hyundai (ix35) oder Toyota (Mirai) Fahrzeuge mit Brennstoffzellen an. Im kommenden Jahr will auch Daimler damit starten. Da die Fahrzeuge nicht in großen Stückzahlen produziert werden, sind die Anschaffungskosten derzeit noch recht hoch.

Gegenwärtig gibt es in Deutschland rund 20 Tankstellen, an denen man Wasserstoff tanken kann. Die Station in Wuppertal ist die zweite in NRW, an der Wasserstoff bezogen werden kann.

Das Tanken ist den Angaben zufolge nicht schwieriger als das Abfüllen von Benzin oder Diesel. Das Betanken mit dem gasförmigen Wasserstoff geht innerhalb von etwa drei Minuten. Batteriebetriebene Fahrzeuge brauchen dagegen mehrere Stunden, bis sie wieder geladen sind.

Der Preis für ein Kilogramm Wasserstoff liegt bei 9,50 Euro. Eine Tankfüllung mit fünf Kilogramm hat eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern und kostet knapp 50 Euro.

Das Bundesverkehrsministerium fördert den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Die Bundesregierung unterstützt zudem den Kauf von Fahrzeugen mit einem Netto-Listenpreis von bis zu 60 000 Euro mit noch einmal 4000 Euro. bos

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