Wie teuer ist Wohnen? Neuer Mietspiegel ab dem Sommer

Wie teuer ist Wohnen? Neuer Mietspiegel ab dem Sommer

Die Stadt bittet Hauseigentümer um Mithilfe bei der Erstellung des neuen Mietspiegels.

Wuppertal. 3,90 Euro? Oder doch 9,70 Euro? Was Mieter in Wuppertal pro Quadratmeter an Miete bezahlen, kann ganz erheblich variieren und hängt unter anderem von Größe und Alter, Lage und Ausstattung der Immobilie ab.

Richtlinie für Mieter wie Vermieter ist der Mietspiegel: Er gibt einen Überblick über die ortsübliche Vergleichsmiete, das heißt, die Spannen dessen, was Vermieter in Wuppertal an Kaltmieten verlangen.

Diese Bemessungsgrundlage soll nun neu erstellt werden, erläutert Thomas Grün, Fachreferent der städtischen Abteilung Bauförderung und Wohnen — und zwar als aktueller, sogenannter qualifizierter Mietspiegel.

Der kommt nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen zustande, und die Wuppertaler sollen mithelfen, ihn zu erstellen: Rund 5100 Haus- oder Wohnungseigentümer im Stadtgebiet wurden Ende 2014 nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und haben einen Fragebogen erhalten. In ihm werden Details zu Immobilien in sechs Baualtersgruppen abgefragt. Wer die Post vom Oberbürgermeister mit der Betreffzeile „Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete in Wuppertal“ erhalten hat, kann den Fragebogen noch bis Ende Januar zurückschicken oder auch online antworten.

„Es ist wichtig, dass die Rückläufe jetzt zügig eintreffen“, sagt Thomas Grün, „denn wir möchten im Sommer den neuen Mietspiegel herausgeben.“ Und der soll so genau wie möglich dem tatsächlichen Marktgefüge in der Stadt entsprechen.

Zwar seien noch längst nicht alle Daten ausgewertet, aber so viel lasse sich schon sagen: Große Veränderungen auf dem Wuppertaler Mietmarkt werden nicht erwartet.

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