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Wie die Riesen-WG in Wuppertal mit Corona umgeht

Wohnen : Wie die Riesen-WG mit Corona umgeht

20 Menschen leben an der Arminiusstraße in einer Wohngemeinschaft. Das sorgt für Herausforderungen.

Die beliebten Wohnzimmerkonzerte finden derzeit nicht statt. Auch Besuch ist reduziert. „Und natürlich gehen wir auch nicht mit allen Leuten auf einmal zum Einkaufen“, sagt Marc Bruch und lacht. Corona-Regeln gelten auch für Wohngemeinschaften, erst recht, wenn es sich um die Riesen-WG handelt. 20 Leute leben an der Arminiusstraße zusammen – zwei Plätze sind aktuell noch frei. Sogar „Spiegel-Online“ berichtete schon über das Projekt, das Bruch 2011 mit seinem Kompagnon Lars Roth startete – damals mit 16 Plätzen.

Bruch wohnt immer noch in der WG und das gerne, wie er betont. „Wir sind uns aber unserer sozialen Verantwortung bewusst“, sagt er und verweist auf die Einhaltung der behördlichen Beschränkungen. Wer also meint, Gäste mitbringen zu müssen, wird drauf hingewiesen, dass das nun eben nicht mehr möglich ist. „Da muss man sich woanders treffen.“ Und beim Einkaufen sprächen sie sich ab. Ver mieden große Gruppen. Auch wenn die WG eigentlich als „ein Haushalt“ gelte.

Dass innerhalb der WG komplett Abstand gehalten wird, sei natürlich nur schwer möglich. Und ja auch nicht das Ziel. Die gemütliche Couchecke bleibe nicht leer. Es gibt einen Billardtisch und Gemeinschaftsräume. Aktuell arbeiten auch viele der Bewohner im Homeoffice. Durch die Uni-Schließung sitzen zudem die Studenten vornehmlich zu Hause. Zu eng werde es auf den insgesamt mehr als 1000 Quadratmetern aber nicht, ist Bruch überzeugt. „Man kann sich aber auch gut aus dem Weg gehen. Wir haben hier schon eine ganz komfortable Situation.“ Und bei schönem Wetter könne man ja auch draußen sitzen, etwa auf der Metallbrücke, die die WG mit der Rheinstraße verbindet.

Im nächsten Jahr feiert die Wohngemeinschaft ihren zehnten Geburtstag. „Dann wollen wir feiern. Das ist nach Corona wahrscheinlich auch mal nötig“, sagt Bruch. Ein Straßenfest soll es werden, auch die Nachbarschaft dabei sein. Impressionen aus der Riesen-WG gibt es bei Instagram unter @wohnschaffer. est