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Weniger Stellen und weniger Arbeitslose in Wuppertal​

Arbeitsmarkt : Weniger Stellen und weniger Arbeitslose in Wuppertal

Die berufliche Weiterbildung hat deutlich an Dynamik zugelegt. Die Langzeitarbeitslosigkeit nimmt ab.

Die Arbeitslosigkeit im Bergischen Städtedreieck hat im Vergleich zum Vormonat geringfügig abgenommen. Während die Quoten in Solingen und Remscheid auf Vormonatsstand geblieben sind, ist die Zahl der Arbeitslosen in Wuppertal gesunken. Die Arbeitslosenquote fürs Städtedreieck ist dadurch von 8,4 Prozent im Vormonat auf nunmehr 8,3 Prozent im November gesunken. Die Arbeitgeber haben im November aber auch deutlich weniger Stellen als im Vorjahresmonat gemeldet. „Offensichtlich halten sich die Unternehmen aufgrund noch bestehender Unsicherheiten über die Auswirkungen der Energiekrise und vorhandener Lieferengpässe bei der Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück“, fasst Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die aktuelle Situation zusammen.

Berufliche Weiterbildung
ist gefragt

Deutlich an Dynamik hat in diesem Jahr die berufliche Weiterbildung gewonnen. Aktuell besuchen über 1760 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Qualifizierung, das sind über zehn Prozent mehr als zum Zeitpunkt des Vorjahres. Mit Blick auf die in etlichen Branchen angespannte Fachkräftesituation sei das eine erfreuliche Entwicklung, resümiert Martin Klebe.

Die unverändert positive Arbeitsmarktsituation schlägt sich auch in der Zahl der Langzeitarbeitslosen nieder. Im Städtedreieck sind im Vergleich zum Vorjahr über 1000 Menschen weniger zu verzeichnen, die seit längerer Zeit arbeitslos sind.

Der Blick auf Wuppertal: Dort sind derzeit 16 804 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 251 Personen oder 1,5 Prozent weniger als im Oktober. Im Vergleich zum November des Vorjahres sind dies aber 523 Personen (3,2 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt für Wuppertal 9,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 8,8 Prozent. Im aktuellen Monat meldeten sich 3145 Personen neu oder erneut arbeitslos, 3411 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit aber auch beenden.

Im November 2022 wurden der Agentur für Arbeit in Wuppertal 290 neue Stellen gemeldet, das sind zehn mehr als im Oktober. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 686 (minus 16,4 Prozent) Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nunmehr 1143 offene Stellen. Das sind 74 weniger als im Vormonat und 301 weniger als im Vorjahresmonat.

Langzeitarbeitslosigkeit
nimmt ab

Aktuell sind 1752 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Zahl ist damit im Vergleich zum Oktober leicht rückläufig, im Vergleich mit dem November 2021 aber um 3,5 Prozent gestiegen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 7033 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 847 (minus 10,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 92,5 Prozent (6503 Personen) in der Grundsicherung betreut. 

Das Arbeitsamt erfasst in seiner Monatsstatistik auch die Unterbeschäftigung. Es handelt sich dabei um Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder anderen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 28 264 Personen. Das sind 241 Personen mehr als im Vormonat, und 219 Menschen (0,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Red