Wenig Schäden an Wuppertaler Schulen

Vandalismus : Wenig Schäden an Wuppertaler Schulen

GMW-Chef Flunkert lobt Schüler und Lehrer. Auch an städtischen Gebäuden insgesamt gehe wenig kaputt.

Beschmierte Wände, zerstörte Türen, abgebrochene Toilettendeckel: Davon gibt es wenig in den Schulen der Stadt. Das sagt Hans-Uwe Flunkert, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, das für die Schulen zuständig ist. „Vor Jahren haben wir mal ausgerechnet, wie viel absichtlich kaputt gemacht wird. Das waren etwa 30 000 bis 40 000 Euro im Jahr.“ Nicht viel findet er. „Kollegen aus anderen Städten haben da ganz andere Zahlen.“ Die hätten jeweils von Schäden von mehreren 100 000 Euro im Jahr gesprochen.

In Wuppertal insgesamt gebe es wenig solcher Schäden: „Die Wuppertaler sind einfach ein friedliches Völkchen“, glaubt er. Die Stadt tue aber zum Beispiel auch etwas dafür, dass Graffiti-Sprüher an städtischen Gebäuden wenig Erfolg haben. „Wenn uns das jemand innerhalb von 24 Stunden meldet, machen wir es innerhalb der nächsten 24 Stunden weg.“ In diesen 48 Stunden sei die Farbe noch nicht völlig getrocknet, ließe sich leichter entfernen. „Das weiß die Szene auch. Die sprühen lieber anderswo“, sagt Flunkert. Er habe sogar mal extra ein Gerüst aufbauen lassen, um ein Graffiti hoch oben am Schauspielhaus entfernen zu lassen.

Gute Zusammenarbeit
mit den Hausmeistern

Bei den Schulen setzt das Gebäudemanagement auf gute Zusammenarbeit mit den Hausmeistern: „Es ist wichtig, dass die Partnerschaft funktioniert.“ Zwar sei je ein Pool von acht bis zehn Hausmeistern für ein Quartier zuständig, doch jede Schule habe einen festen Ansprechpartner. „Und jeder hat ein Handy und ist erreichbar.“

Gute Zusammenarbeit mit den Hausmeistern nennt auch Burkhard Eichhorn, Leiter der Realschule Vohwinkel, als einen wichtigen Faktor für eine Schule mit wenig Vandalismus. „Bei 600 Schülern gehen immer Dinge kaputt“, sagt er. „Man muss dafür sorgen, dass sie sofort repariert werden. Damit es keine Gewöhnung an den Zustand gibt.“ Alle wollten sich in der Schule wohlfühlen. „Wenn alles kaputt ist, fühlt sich keiner wohl.“

Sie hätten zudem erfahren, dass nach der Sanierung ihrer damals 55 Jahre alten Toilettenanlage vor einigen Jahren alle den Wunsch gehabt hätten, den guten Zustand lange zu erhalten. „Das GMW macht unheimlich viel, die Gebäude zu erhalten“, betont er. Das zahle sich aus.

Nicht erst seitdem sind die Schülerinnen und Schüler eingebunden in die Pflege der Schule: Nach dem Schultag müsse jeweils der Ordnungsdienst der Klasse das Papier aufheben, auf dem Hof gibt es wöchentlich wechselnden Hofdienst, in der Mensa einen Mensadienst.

Solche Aufgaben verteilt auch die Gesamtschule Langerfeld, deren guten Zustand trotz ihrer Größe Hans-Uwe Flunkert als ein Beispiel unter vielen nennt. Schulleiter Claus Baermann zählt ebenfalls Ordnungsdienst im Klassenraum, Hofdienst und Mensadienst auf, die nach einem ausgefeilten Plan an alle 1370 Schüler und vier Gebäude verteilt werden. Und er verweist auf ihre Hausordnung, die sie 2015 noch einmal neu formuliert haben: „Da ist alles positiv formuliert, dass wir gut mit Menschen und Sachen umgehen“, betont er. Die Präambel hänge im Eingangsbereich von jedem der vier Gebäude der Schule. Die Fünftklässler würden jeweils gleich zu Beginn ihrer Zeit auf der Schule an die Regeln und die Aufgaben herangeführt.

Auch er setzt darauf, Schäden und Verschmutzungen schnell anzugehen. „Wenn Sie einen Spruch auf einer Toilettentür nicht sofort entfernen, ist in zwei Wochen die ganze Toilette voll.“ Er lobt die Zusammenarbeit mit den Hausmeistern: „Das ist unsere Schnittstelle zu den Reinigungskräften.“ Mit ihnen bleibe er im Gespräch, gebe den Klassen Rückmeldung, wenn er von besonderen Verschmutzungen erfährt.