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Weiterer Prozess: Kirchenschänder von Vohwinkel erneut verurteilt

Weiterer Prozess: Kirchenschänder von Vohwinkel erneut verurteilt

Geständnisse und Entschuldigungen vor Gericht.

Wuppertal. Für Negativ-Schlagzeilen haben zwei Wuppertaler in den vergangenen Monaten schon zur Genüge gesorgt. Die beiden 41 und 25 Jahre alten Wuppertaler wurden erst vor Kurzem verurteilt, weil sie im November des vergangenen Jahres in der Kirche St. Mariä Empfängnis in Vohwinkel randaliert und eine 70 Jahre alte Besucherin krankenhausreif geschlagen haben sollen. Das Urteil am 15. Februar dieses Jahres: zwei Jahre und acht Monate Haft für den 41-Jährigen und zwei Jahre Haft für seinen mutmaßlichen Komplizen (die WZ berichtete).

Am gestrigen Dienstag mussten sich die beiden Männer erneut vor dem Amtsgericht verantworten. Diesmal ging es um mehrere Einbrüche und den Angriff auf eine Frau an der Bushaltestelle an der Friedrich-Ebert-Straße / Ecke Pestalozzistraße in Elberfeld. Unter anderem sollen die Männer in die Villa Media eingestiegen sein, Autos geknackt haben und in Keller eingebrochen sein. Und häufig war viel Alkohol im Spiel. So sollen die Angeklagten vor einem Jahr am Nützenberg Bauzäune gestohlen haben. Wert der Beute: 200 Euro.

Anders als im Prozess um die Randale in der Kirche gaben sich die Angeklagten — sie befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft — vergleichsweise kleinlaut. Beide legten vor Gericht Geständnisse ab und entschuldigten sich für ihr Handeln.

Der 41-Jährige berichtete, er habe die Einbrüche begangen, weil er Hunger und Durst hatte. Außerdem sei er immer „besoffen“ und ohne Job gewesen. Seit dem 16. Lebensjahr habe er Probleme mit dem Alkohol. Das Amtsgericht verurteilte den 41-Jährigen am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung. Der jüngere Angeklagte kam mit sechs Monaten Haft ohne Bewährung davon (nicht rechtskräftig).

Eine Gesamtfreiheitsstrafe konnte das Gericht noch nicht bilden. Der Grund: Die beiden Urteile aus dem Verfahren um die Kirchenschändung sind noch nicht rechtskräftig.