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Warum das Centre Pompidou Vorbild für Wuppertal sein könnte

Kommentar : Gehen Sie zurück auf Los

Wer einmal auf dem Monopoly-Brett auf der Verliererstraße war, der kennt das Gefühl: Nach jedem Würfelwurf landet die eigene Spielfigur auf einer Straße des Gegners. So müssen sich Stadtverwaltung und Kommunalpolitiker in Wuppertal fühlen.

Ob Bahndirektion, Buga-Gelände, Wicküler City oder Stationsgarten - überall hält die Clees-Gruppe die Karten in der Hand. Mit dem früheren Hauptpostamt am Kleeblatt wird nun die nächste Runde der Stadtentwicklung eröffnet, in der die Stadt nur einen begrenzten Zugriff auf eine Schlüsselimmobilie hat.

Positiv ist zunächst einmal, dass sich überhaupt etwas bewegt. Positiv ist, dass das frühere Hauptpostamt noch nicht zu einer Bauruine zerfallen ist.

Was kann man nicht alles mit 43 000 Quadratmetern Nutzfläche anstellen? Wie weit kann man das Paket aufschnüren? Hier ist auch Phantasie gefragt: Wie wäre es auf einer Etage mit einer Ausstellungsfläche für das Von der Heydt-Museum und die freie Kunstszene. Fitness, Freitzeit, Gastronomie und Kunst - diese Mischung könnte aufgehen. Wie sieht es mit hochwertigen Penthouse-Wohnungen aus? Der Blick auf Wuppertal soll phantastisch sein.

Das Postamt am Kleeblatt ist nicht das Centre Pompidou in Paris, aber warum nicht in diese Richtung denken? Ein Konzept, das die Kultur und Bildung einbezieht, könnte auch potenzielle Mieter überzeugen.