Unwetterwarnung ausgegeben Wetterdienst warnt vor Dauerregen in NRW: Wuppertal und Co. im Radius

Wuppertal · Unter anderem für Wuppertal und die Region ist wieder vor Dauerregen gewarnt worden. Der Wupperverband mahnt zur Vorsicht in Gewässernähe.

Warnung vor Dauerregen in NRW: Wuppertal und Co. im Radius​
Foto: dpa/Martin Gerten

Update, 2. Januar 2024, 09.20 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst rechnet in Teilen NRWs weiterhin mit unwetterartigem Dauerregen. Vor allem in Südwestfalen und im Bergischen Land könnten dadurch die Pegelstände von Bächen und kleineren Flüssen ansteigen. Auch Überflutungen von Straßen seien möglich, warnten die Meteorologen am Dienstagmorgen. In einigen Regionen könnten bis Donnerstagmorgen 60 bis 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen. Unter anderem für das Bergische Städtedreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid ist eine entsprechende „Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen“ ausgegeben worden.

In der Nacht und im Laufe des Mittwochs rechnete der Wupperverband mit einem Ansteigen der Wasserstände, die ersten unkritischen Warngrenzen könnten dann wieder überschritten werden. „Bleiben Sie in Gewässernähe bitte wachsam“, hieß es in einer Situationsanalyse von Dienstagmorgen. „Die für den Hochwasserschutz maßgeblichen Talsperren Bever, Wupper und Dhünn“ würden aber wieder „genügend Speichervolumen“ bereitstellen.

Am Rhein erwartet die Hochwasservorhersagezentrale von diesem Mittwoch an wieder steigende Pegelstände. Weiter im Norden, wo zuletzt Flüsse über die Ufer getreten waren, rechnet der Deutsche Wetterdienst aber nicht mehr mit so viel Regen.

Am Dienstagmorgen gab es laut dem nordrhein-westfälischen Landesumweltamt noch an acht Flusspegeln eine Überschreitung der Warnstufe 2, bei der Grundstücke oder Keller überflutet werden können. Betroffen waren vor allem Weser und Lippe, aber auch Ems und Alme. Fast überall sanken die Pegelstände spürbar. An 15 Pegeln lag der Wasserstand noch oberhalb der Stufe 1, bei der land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet werden können.

Meldung, 1. Januar 2024: Der Deutsche Wetterdienst hat in NRW vor Dauerregen gewarnt. Die Dauerregenlage beginnt in der Nacht zum Dienstag und soll zunächst bis in die Nacht zum Donnerstag anhalten. Für fast alle Landesteile werden innerhalb von 48 Stunden Regenmengen zwischen 40 und 60 Litern pro Quadratmeter erwartet. Die Hochwassergefahr steige dabei wieder an, hieß es.

Im Bergischen Land und im Sauerland halten die Experten stellenweise auch Mengen von 60 bis 80 Litern pro Quadratmeter für wahrscheinlich. Eine entsprechende Unwetterwarnung (Warnstufe 3, rot) gilt auch für die Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen. Der Wupperverband mahnte in Gewässernähe zur Vorsicht. „Die Wasserstände an den Gewässern im Verbandsgebiet werden in der Nacht und im Laufe des nächsten Tages ansteigen und die ersten unkritischen Warngrenzen können wieder überschritten werden“, hieß es am Montagmittag. Die für den Hochwasserschutz maßgeblichen Talsperren Bever, Wupper und Dhünn könnten jedoch wieder genügend Speichervolumen bereitstellen, um erneut große Regenmengen abzupuffern.

Ab Dienstagmorgen sei eine erneute „teils unwetterartige Dauerregenlage“ angekündigt worden. „Bitte seien Sie in Gewässernähe vorsichtig und kontrollieren Sie Fenster und Türen, vor allem in Bodennähe“, hieß es im Hochwasserportal.

Für weitere Landkreise wurden amtliche Unwetterwarnungen ausgesprochen. Betroffen sind die Kreise Siegen-Wittgenstein, der Oberbergische Kreis, Teile des Märkischen Kreises, des Rheinisch-Bergischen Kreises, des Rhein-Sieg-Kreises, des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie des Kreises Olpe.

Für Krefeld, Düsseldorf und Kempen wurde ebenfalls vor Dauerregen gewarnt. Hier wurde mit Mengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter gerechnet.

Die vergleichsweise geringen Regenmengen der vergangenen Tage haben in zahlreichen Flüssen Nordrhein-Westfalens für sinkende Pegelstände gesorgt. Am Montagmittag verzeichnete das Landesumweltamt nur noch an acht Stellen eine Überschreitung der Warnstufe 2, bei der Grundstücke oder Keller überflutet werden können. Betroffen waren die Flüsse Weser, Lippe, Alme und Ems. 14 Pegel lagen oberhalb der Stufe 1, bei der land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet werden können.

(dpa/wz)
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