Waldkunstgruppen und Leben ohne Plastik

Waldkunstgruppen und Leben ohne Plastik

Das Programm der Station Natur und Umwelt hat neue und etablierte Veranstaltungen.

Südhöhen. „Natur erfassen - Natur zum Anfassen“ - das Motto der Station Natur und Umwelt an der Jägerhofstraße 229 steht auch dieses Jahr auf dem Cover des neuen Jahresprogramms und gibt die Richtung vor. Eine, die ankommt und auf Zustimmung stößt. Denn, so sagt Peter Engelmann, Vorsitzender des Fördervereins der Station Natur und Umwelt, im vergangenen Jahr sei die „für unvorstellbar gehaltene Besucher-Marke von einer halben Million geknackt“ worden. Das sei Ansporn, auch weiter an einem abwechslungsreichen Programm zu arbeiten.

Für 2018 wurde das jetzt vorgelegt. Auf 74 Seiten präsentiert die größte kommunale Umweltbildungseinrichtung in Nordrhein-Westfalen ein buntes Programm mit vielen Neuheiten.

Eine davon ist die Landart-Gruppe für Mütter und Töchter, die so etwas wie die Waldspielgruppe für Väter und Söhne, die im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Der Fokus der Gruppe liegt aber auf dem kreativen Umgang mit natürlichen Materialien wie Steinen, Sand, Laub, Ästen und Wurzeln, Lehm, Blüten, Gräsern oder Schnee. Die Gruppe für die Frauen soll einmal im Monat samstags stattfinden und sollte eigentlich schon im Januar starten. Die Diplom-Biologin Kornelia Wegmann von der Station Natur und Umwelt sagt aber, dass noch gut die Hälfte der Plätze frei sei. Deswegen haben man den Start erst einmal ausgesetzt. Im Februar soll es aber dann losgehen.

Die Gruppe für die Männer wurde übrigens auf zwei Termine erweitert. Geplant war eine zweite Gruppe für Kinder ab sechs Jahren, aber weil nur ein Junge in dem Alter sich angemeldet hatte, wird es eine Zusatzgruppe für Väter und Kinder ab zwei Jahren geben.

Wer schon immer einmal einen Besen fliegen wollte, aber keinen Führerschein für den Holzgefährten hat, dem wird ab 18. Januar 19 Wochen lang in der Waldspielgruppe Waldhexen geholfen. Kinder zwischen drei und sechs Jahren (mit ihren Eltern) können auch zaubern lernen und „nach Hexenlust toben, klettern, spielen und matschen“, so das Programm. Leiterin ist die Waldpädagogin und neue Mitarbeiterin Sarah Bleckmann, die auch die Landartgruppe leiten wird. Gruselig soll es aber nicht werden, sagt Kornelia Wegmann, weil es schon besorgte Anrufe gegeben habe. Sie sagt, es werde eher märchenhaft und natürlich kindgerecht.

Neben dem Programm für Kinder gibt es auch viele Veranstaltungen für Erwachsene. Wegmann schätzt, dass sich die Angebote für die Zielgruppen etwa die Waage halten.

So wird etwa am Sonntag von 10 bis 12 Uhr einen Vortrag zum „Leben ohne Plastik“. Wegmann: „2014 haben wird das Plastik-Fasten gemacht. Wir wollen an dem Thema aber dranbleiben und es wieder aufgreifen“, sagt sie.

Natürlich soll es auch 2018 wieder die altbekannten Feste geben - am 9. Juni das Umweltfest, am 6. Oktober „Umweltschutz mit Geschmack“. Neu hinzu kommt etwa der „Tag des Wolfes“ am 14. Oktober.