Europaparlament und Seilbahn: Wahltag: Wuppertal stockt Zahl der Helfer für Auszählung auf

Europaparlament und Seilbahn : Wahltag: Wuppertal stockt Zahl der Helfer für Auszählung auf

Die Stadt vergrößert die Wahlvorstände und richtet weitere Bezirke ein, um die Auszählung der Europawahl und der Abstimmung über die Seilbahn an einem Abend zu bewältigen.

Die Auszählung der Europawahl am 26. Mai ist für die Stadt Wuppertal ein Novum. Denn zeitgleich mit der Wahl des Europäischen Parlaments wird in Wuppertal über das Seilbahnprojekt abgestimmt. Das erfordert weitere Helfer, damit die Ergebnisse am gleichen Abend vorliegen. Allein die Europawahl ist eine organisatorische Leistung: Etwa 270 000 Wuppertaler und Wuppertalerinnen sind aufgerufen, ihre Stimme in einem der 222 Wahllokale abzugeben. Diese werden in 43 Briefwahlbezirken ausgezählt. Eine andere Möglichkeit ist, die Stimme per Briefwahl abzugeben.

Die Wahlunterlagen zur
Seilbahn kommen per Post

Um über das Seilbahn-Projekt abzustimmen, müssen die Wuppertaler per Briefwahl abstimmen. Die Wahlunterlagen bekommen Wahlberechtigte per Post zugestellt. Alle, die Deutsche oder EU-Bürger sind und das 16. Lebensjahr vollendet haben, können bei der Befragung zur Seilbahn über folgende Frage mit „Ja“ oder „Nein“ abstimmen: „Sind Sie für den Bau einer Seilbahn vom Döppersberg über die Universität bis zum Küllenhahn?“ Der frankierte Rückumschlag muss bis zum 26. Mai um 16 Uhr bei der Stadtverwaltung eingegangen sein.

„Die Abstimmung per Briefwahl macht es schwierig abzuschätzen, wie hoch die Wahlbeteiligung ist“, sagt Oliver Pfumfel, Leiter der städtischen Abteilung für Ressortmanagement, Statistik und Wahlamt. „Wir haben nicht gezählt, aber sehen, was an Briefwahlunterlagen reinkommt“, sagt Pfumfel, der schätzt, dass bislang etwa 60 000 Stimmzettel für die Abstimmung über das Seilbahn-Projekt eingegangen sind und um die 30 000 Wahlberechtigte ihre Stimme per Briefwahl für die Europawahl abgegeben haben.

Am 26. Mai werden zwei
verschiedene Wahlen ausgezählt

Im Fall einer Abstimmung hat die Stadt Wuppertal per Satzung festgelegt, dass diese als Briefwahl erfolgt. „Der Hintergrund ist, dass eine Abstimmung relativ kurzfristig stattfinden kann. Um den logistischen Aufwand gering zu halten, hat man sich für die Form der Briefwahl entschieden“, so Pfumfel.

Da am 26. Mai zwei verschiedene Wahlen ausgezählt werden müssen, wurden die Wahlvorstände aufgestockt. „Wir wollten den ehrenamtlichen Wahlhelfern nicht zumuten, dass sich die Auszählung ewig zieht. In den späten Abendstunden macht man eher Fehler und das soll ja nicht passieren“, so Pfumfel.

Um die Wahlhelfer zu entlasten, stockt die Stadt die Briefwahlvorstände um 166 Helfer auf. Insgesamt werden damit 1800 Wahlhelfer benötigt. „Es haben sich etwas mehr als 2000 Wahlhelfer gemeldet“, sagt Pfumfel.

Das sei gut, man brauche immer eine Reserve, denn es gebe immer noch Absagen. Es komme vor, dass jemand nicht auftauche, weil er verschlafen oder zu lange gefeiert hat. „Meistens taucht der- oder diejenige bis zum Schichtwechsel am Mittag auf“, so der Leiter des Wahlamtes. Aber das nimmt er gelassen: „Die Zahl der gemeldeten Wahlhelfer ist schon mal super, aber es gibt viele Haken und Ösen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung