Vorwerk will Laaken entlasten

Vorwerk will Laaken entlasten

Eine neue Linksabbiegerspur wird gebaut. Sie soll das Werksgelände von der Beyenburger Straße aus erreichbar machen.

Laaken. Hier werden sie gebaut — die Motoren für den beliebten Thermomix und andere Produkte aus dem Hause Vorwerk. Seit letztem Jahr baut das Unternehmen das Werksgelände in Laaken aus, das sich zu beiden Seiten eines Abschnitts der Wupper erstreckt und vom Wupperverband und Vorwerk renaturiert wurde. Neben dem Motorenwerk, das in einem 230 langen Gebäude untergebracht ist, entsteht bis zum Frühjahr 2019 ein neues Forschungs-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude — ein wahres Bekenntnis Vorwerks zum Standort Wuppertal, an dem hier in Laaken rund 1000 Mitarbeiter arbeiten.

Eine zentrale Neuerung ist der Bau eines neuen Haupteingangs und der dazugehörigen Zufahrt. Während die Mitarbeiterparkplätze bislangzum Teil über Laaken erreichbar sind, wird die Zufahrt auf die gegenüberliegende Wupperseite an die L527 verlegt. Dort entsteht ein Parkhaus für die rund 1000 Mitarbeiter des Werkes und für Besucher. Die Zufahrt auf das Werksgelände aus Richtung Beyenburg soll über eine Linksabbiegerspur erfolgen. Die Abbiegerspur für Fahrzeuge aus Richtung Beyenburg ist erforderlich, weil sich die Zufahrt am Ausgang einer Kurve befindet und die Fahrzeuge auf der L527 sonst auf die vor der Einfahrt wartenden Linksabbieger auffahren könnten.

Die Bauarbeiten wurden nach Angaben von Straßen NRW von Vorwerk selbst in Auftrag gegeben und werden von der Stadt Wuppertal betreut. Was die Zuständigkeiten kompliziert: Die L527 ist eine Landesstraße, die im Grenzgebiet verschiedener Regionalbereiche des Landesbetriebs Straßen NRW liegt.

Die komplette Verlegung der Zufahrt an die Beyenburger Straße soll vor allem die Verkehrssituation rund um Laaken und Eschensiepen entlasten: Das Wohngebiet Eschensiepen lag bislang an einer von zwei Durchfahrten zum Vorwerk-Gelände sowie zu den Mitarbeiterparkplätzen. Durch die Anbindung an die L527 und die neuen Parkmöglichkeiten wird dieser Umweg über Laaken wieder weit weniger genutzt, was die Anwohner ein wenig für den Verlust eines Teils des Laaker Teichs auf dem Vorwerk-Gelände entschädigen dürfte.

Ebenfalls positiv dürfte die Renaturierung der Wupper gesehen. Der Wupperverband hat dem Fluss ein neues Gesicht gegeben — und für mehr Leben gesorgt. Inzwischen ist in diesem Bereich der Wupper, der einst begradigt wurde, auch der Eisvogel wieder heimisch, hieß es zuletzt bei einer Führung über die Baustelle bei Vorwerk.

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