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Vorsicht: erhöhte Waldbrandgefahr!

Vorsicht: erhöhte Waldbrandgefahr!

Besonders im Frühjahr fängt die Natur leicht Feuer. Die Feuerwehr musste erst am Mitttwoch wieder zu fünf kleineren Bränden ausrücken.

Wuppertal. Sonne, Wärme, trockenes Wetter: Der Mai zeigt sich von seiner schönsten Seite. Doch die sommerlichen Temperaturen bergen auch Risiken. So besteht derzeit in Wuppertal erhöhte Gefahr für Waldbrände. "Das Risiko ist größer als sonst", sagt Andreas Steinhard, Sprecher der Feuerwehr.

Dafür gibt es zwei Gründe. "Einerseits ist es nun einmal sehr trocken", so Steinhard. Hinzu kommt die Jahreszeit: Besonders im Frühjahr fängt die Natur leicht Feuer. "Auf dem Boden türmen sich noch totes Geäst und Laub aus dem Winter - und das kann sich schnell entzünden", sagt Stadtförster Christian Buschmann. Etwa zwei Drittel aller Brände entstünden daher auch im Frühjahr.

So musste die Feuerwehr am Mittwoch zu einem Waldbrand an die Obere Lichtenplatzer Straße ausrücken. Im Laufe der vergangenen Woche kam es zu fünf weiteren kleinen Busch- und Wiesenbränden - beispielsweise am Dönberg und in Cronenberg am Wilhelmring.

Schlimmeres konnte aber in allen Fällen rechtzeitig verhindert werden. Die Flammen hatten sich nur auf kleinen Flächen ausgebreitet. Steinhard betont, dass die Zahl der Brände nicht besorgniserregend sei.

"Das ist in dieser Jahreszeit und bei solch trockenem Wetter durchaus normal." Auslöser der Brände seien weg geworfene Zigarettenkippen und illegale Grillfeuer gewesen, vermutet die Feuerwehr. Daher wird auch vor leichtsinnigen Aktionen gewarnt. Glühende Kippen auf dem Boden, das Verbrennen von Abfällen, Grillpartys auf Grünflächen: All das müsse Tabu sein.

Diesem Anliegen in die Hand spielen die öffentlichen Vorschriften. So herrscht von Frühlingsbeginn an im Wald striktes Rauchverbot - nachzulesen im Landesforstgesetz. Und Grillen auf öffentlichen Geländen ist prinzipiell nicht erlaubt. Was nicht heißt, dass Grill-Fans gänzlich auf Rost und Fleisch im Freien verzichten müssen: Im Park auf der Hardt steht eine Grillhütte, die man beim städtischen Forstamt anmieten kann.

Wer dennoch an anderen Orten Rauch aufziehen sieht, soll unverzüglich die Polizei anrufen. "Je eher wir anrücken können, desto besser", so Steinhard. Falls sich dann herausstellt, dass die Verursacher Grillfreunde sind, hat das schmerzhafte finanzielle Konsequenzen. Die Urheber müssen dann die Kosten für die Anfahrt und den Arbeitsaufwand von Feuerwehr und Polizei zahlen.