Vorschlag: Busspur am Wuppertaler Grifflenberg

Mobilität : Vorschlag: Busspur am Grifflenberg

Dezernent Meyer: Trasse könnte Universität besser anbinden.

Nach dem Aus für die Seilbahn sollen die Stadtwerke zeitnah Verbesserungen bei der ÖPNV-Verbindung für die Studenten vom Hauptbahnhof zur Uni entwickeln. Das hat der Verkehrsausschuss am Mittwoch beschlossen. Die Politiker fordern umwelt- und verkehrsgerechte Lösungen und dass die Kompetenz der Universität bei der Suche einbezogen wird.

Einen entsprechenden Antrag hatten CDU und Grüne gestellt. Dem stimmten die Mehrheit Politiker mit Enthaltungen der SPD zu. In der Diskussion zum Antrag hatte es einen kleinen Schlagabtausch zwischen SPD, Grünen und CDU zum Thema Seilbahn gegeben. Der Vorwurf der SPD: Die Seilbahn hätte genau das geleistet, was CDU und Grüne jetzt per Antrag anregen. „Das wäre die bessere Lösung gewesen“; ist Ausschussvorsitzender Volker Dittgen (SPD) immer noch überzeugt.

Nach dem Partei-Scharmützel zur Seilbahn wurde Verkehrsdezernent Frank Meyer (SPD) konkreter: So werde angesichts der „überdimensionierten Verkehrswege“ zwischen Kleeblatt und Universität überlegt, eine eigene Trasse auf der Straße Am Grifflenberg zu schaffen. Möglicherweise könnte der Bus dort in beide Richtungen verkehren und damit die Schleife um die Uni herum einsparen.

Einen Wermutstropfen für Studierende gab es im Anschluss: Auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Historischer Stadthalle beziehungsweise Kleeblatt sind laut Meyer „alle Fahrstreifen gut ausgelastet“. Deswegen sehe er dort keine Chance für eine solche Trasse. Das bedeutet, dass die ersten Überlegungen weiterhin davon ausgehen, dass die Studierenden vom Hauptbahnhof zur Stadthalle laufen müssen.

Eventuell könnten sie den Weg zur Universität in Zukunft mit einem anderen Verkehrsmittel zurücklegen – genannt wurden andere Bussysteme, Elektroroller bis hin zu autonomen Verkehr.

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