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Von-der-Heydt-Platz in Wuppertal soll bis Ende 2021 fertig sein

Stadtentwicklung : Von-der-Heydt-Platz soll Ende 2021 fertig sein

Die Pflasterarbeiten im Herzen von Elberfeld liegen vor dem eigentlichen Zeitplan. Nicht nur deshalb luden die Verantwortlichen am Dienstag zum Ortstermin.

„Die Neugestaltung der Elberfelder Innenstadt ist einen guten Schritt vorangekommen.“ Diese frohe Botschaft nahmen Bau- und Verkehrsdezernent Frank Meyer, Renate Lassay, die die Umsetzung der Baumaßnahmen überwacht, Bauleiter Dennis Pahl und Ressortleiter Stefan Lederer zum Anlass, die gelungenen Arbeiten an der Fouriergasse, der Bankstraße und der Herzogstraße vorzustellen. „Drei Monate früher als geplant“, erklärte Frank Meyer erfreut, und gab auch einen Ausblick auf die Zeiten, in denen das Elberfelder Zentrum ein neues, attraktiveres Gesicht haben wird.

Derzeit wird eifrig am Von-der-Heydt-Platz gebaggert, wo in der vorigen Woche die alte, nicht mehr brauchbare Brunnenkammer durch eine neue ersetzt wurde, die die Größe einer Pkw-Garage besitzt. Weitgehend unbemerkt, denn diese Arbeiten wurden in der Nacht erledigt. „Das war eine spektakuläre Aktion, mit der wir die Fußgänger nicht gefährden wollten“, erklärte Bauleiter Dennis Pahl. Und Meyer erläuterte: „Bei diesem Brunnen handelt es sich um ein in sich geschlossenes System, in dem das Wasser nicht erneuert wird, sondern gefiltert wieder in den Kreislauf gelangt. Deshalb ist es auch nicht als Trinkwasser geeignet.“

Im ersten Bauabschnitt wurden in der Herzogstraße zunächst Versorgungsleitungen verlegt und Breitbandkabel in den Boden gebracht. Das bereits darüber verlegte Pflaster in der Herzogstraße und ihren Nebenstraßen besteht aus Betonsteinen mit einem „Naturstein-Furnier“, erklärte Meyer. Er betonte, dass Natursteine zwar haltbarer sind, aber wesentlich teurer als die hellen Steine, die jetzt den Untergrund für die kauffreudige Kundschaft bilden.

Helle Steine sollen sich im Sommer weniger aufheizen

In einem hellen Ton sind die Steine gehalten, von denen bereits 1075 Quadratmeter aufgebracht worden sind. „Wir haben deshalb die helle Variante bevorzugt, weil die sich bei weitem nicht so stark aufheizt wie dunklerer Stein, auf dem Verschmutzungen übrigens gleichfalls sichtbar sind“, erklärte Meyer. Das Pflaster wird unterbrochen durch einen dunklen Mittelstreifen, der mehrere Funktionen hat. „Er dient als Abflussrinne, als „taktiles Element“ und „Orientierungshilfe für Sehbehinderte.“

Da die Baumaßnahmen nur mit ausreichendem Baumaterial durchgeführt werden können, sind die Steine für die jeweiligen Bauabschnitte des Von-der-Heydt-Platzes in der Grünstraße, die Rohre für die Versorgungsleitungen in der Bankstraße gelagert. Weiteres Material wird nachgeliefert, sobald es benötigt wird.

„Wir sind uns klar, dass der hiesige Einzelhandel durch die große Baustelle gestresst wird“, zeigte Meyer Verständnis und stellte das Ende der Pflasterarbeiten in der Herzogstraße bis zum Ende dieses Jahres in Aussicht.

Der Von-der-Heydt-Platz könnte bei günstigem Wetter bis Ende 2021 fertig sein, hofft man seitens der Verantwortlichen. „Zum Schluss werden die drei bis acht Meter langen Sitzelemente aufgestellt und insgesamt 14 Bäume gepflanzt“, sagte Dennis Pahl.

Die Gesamtkosten für das gesamte Projekt Pflasterung Herzogstraße und Erneuerung des Platzes liegen bei etwa 3,9 Millionen Euro. Die beiden Bauabschnitte werden durch zwei unterschiedliche Programme gefördert. 90 Prozent der Pflasterung der Herzogstraße werden gemäß dem Kommunalen Investitionsförderungsgesetz zur Verfügung gestellt, und 80 Prozent für die komplette Erneuerung des von der Heydt-Platzes kommen aus den Mitteln der Städtebauförderung.