Von der Betrugsmasche sind vor allem Ältere betroffen

Kriminialität : Falsche Polizisten am Telefon in Wuppertal

Wir müssen ein weiteres Mal eindringlich warnen: In den letzten Minuten verzeichnen wir massenhaft Anrufe von falschen Polizeibeamten in Wuppertal. Mit dieser Twitternachricht gab am Montag die Polizei Alarm.

„Bitte warnen Sie insbesondere ältere Angehörige, Bekannte und Nachbarn“, heißt es in der Meldung, die ganz unmittelbar auf eine aktuelle Entwicklung reagierte.

„Wir hatten hier innerhalb kurzer Zeit die Benachrichtung von rund 15 Leuten, die von angeblichen Polizisten angerufen wurden. Man kann davon ausgehen, dass es zusätzlich eine hohe Dunkelziffer gibt“, sagte Stefan Weiand von der Pressestelle der Wuppertaler Polizei am frühen Montagabend.

Eine ähnliche Masche käme immer wieder vor und dann meist geballt in einer Stadt. Am Montag eben Wuppertal. Angerufen würden vornehmlich ältere Bürger, denen dann am Telefon folgende Geschichte aufgetischt werde: „Die Polizei hat Einbrecher festgenommen und bei ihnen Unterlagen gefunden, nach denen auch bei dem Angerufenen demnächst eingebrochen werden solle. Der wird dann gebeten, als Vorsichtsmaßnahme seine Wertsachen zusammenzutragen und einem Polizisten, der demnächst vor der Tür stehe, zur sicheren Aufbewahrung zu übergeben.

„Wer das macht, sieht die Sachen bestimmt nie wieder“, warnt Stefan Weiand. Anhand eines aufgezeichneten Telefonats habe er sich am Montag selbst davon überzeugen können, wie glaubhaft die falschen Polizisten ihre Geschichte `rüberbrächten. Die 110, die oft als Teil der Nummer im Display der Angerufenen erscheine, sei allerdings ein sicherer Hinweis darauf, dass es sich nicht um echte Polizisten handele. Die Polizei rufe sicher nie mit der Notrufnummer an. Manche Täter hätten allerdings auch schon Fragmente der Amtsnummer (in Wuppertal 284) mitverwendet, gingen also raffinierter vor. Weiand: „Die Masche scheint sehr erfolgreich zu sein, sonst würde sie nicht immer wieder genutzt.“

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