1. NRW
  2. Wuppertal

Ermittlungen: Viele Hinweise zu Wuppertaler Fällen nach "Aktenzeichen XY"

Ermittlungen : Viele Hinweise zu Wuppertaler Fällen nach "Aktenzeichen XY"

Die Polizei vermeldet nach der Sendung am Mittwoch zweistellige Rückmeldungszahlen. Die Hinweise werden jetzt ausgewertet.

Wuppertal. Fast fünf Millionen Zuschauer haben am Mittwochabend die Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ im ZDF gesehen — 16,6 Prozent der Zuschauer insgesamt — und damit auch zwei Fälle aus Wuppertal.

Denn die Wuppertaler Polizei war am Mittwoch mit einem Beamten vor Ort, um in der Sendung die Fälle zu beschrieben und Hinweise entgegen zu nehmen.

Und die Polizei ist zufrieden mit dem Ergebnis. Denn schon am Tag nach der Sendung spricht die Polizei von jeweils 12, 13 Hinweisen pro Fall. Pressesprecher Stefan Weiand sagt, die Polizei habe mit den Rückmeldungen gerechnet, weil die Sendung selbst mit einer hohen Aufklärungsquote wirbt.

Einerseits ging es um einen Raubüberfall auf einen Juwelier in Barmen im November 2016. Damals haben drei Täter die Mitarbeiter bedroht und danach unerkannt fliehen können. Die Hinweise kämen aus dem ganzen Bundesgebiet, sagte Weiand. „Darauf hatten wir gehofft. Wir gehen von einer überregional arbeitenden Tätergruppe aus, da hat die regionale Fahndung nicht mehr viel gebracht.“ Die überregionalen Hinweise, die die Sendung jetzt hereinbringe, seien deswegen „Gold wert“.

Die Polizei nimmt derzeit noch Hinweise entgegen, teils über die Redaktion der Sendung, teils über die Pressestelle und über die Leitstelle der Polizei. Die Hinweise müssten dann noch ausgewertet werden. Ob ein heisser Tipp dabei sei, könne die Polizei jetzt noch nicht sagen.

Auch im Fall der Messerstecherei am Kipdorf Mitte August, bei der ein Mann starb und einer schwer verletzt wurde, kamen erste Hinweise. In dem Fall, den die Ermittler auf den Konflikt zweier Familien zurückführen, sucht die Polizei noch nach Zwei Männern, die im Verdacht stehen, in die Tat verwickelt zu sein. Nach der Genehmigung durch einen Richter wird bereits mit Fahndungsfotos nach ihnen gesucht. Es handelt sich um den 29-jährigen Mohammad Alali und den 23-jährigen Sakher Alheter.

Schon am Freitag nach der Tat nahm die Polizei zwei Brüder (14 und 16 Jahre) fest, die sich selbst gestellt hatten. Sie sitzen in Untersuchungshaft.

Die Sendung selbst geht von einer Aufklärungsquote von 40,4 Prozent aus: „In 521 XY-Sendungen wurden 4586 Fälle behandelt. 1853 davon wurden aufgeklärt“, heißt es auf der Homepage. Vielleicht gehören auch bald diese beiden dazu.