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VfL-Nachwuchs misst sich mit den Großen

VfL-Nachwuchs misst sich mit den Großen

Beim Mädchen-U 13-Turnier stellten sich namhafte Teams in der Glückauf-Halle vor.

Herzkamp. Die Mädchen-Hallenturniere des VfL Gennebreck gehören seit einigen Jahren zu den festen Terminen im Kalender der Glückauf-Halle. Doch das erstmals als „Coffee at Work -Cup“ ausgetragene U13-Turnier der Gennebrecker hob die Veranstaltung auf ein neues Niveau. Damit könnte es zu einem der beliebtesten Turniere der Region werden. Unterstützt von Martin Sesjak, dem Geschäftsführer des Namensgebers, lotste VfL-Turniermanager Andreas Röhr mit VfL Bochum, MSV Duisburg, 1.FC Köln, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und SGS Essen ausschließlich namhafte Clubs nach Sprockhövel.

„Das ist eine tolle Gelegen-heit, gegen Teams zu spielen, die ganz andere Möglichkeiten haben als wir“, sagte Röhr, dessen Mädels gegen die meisten Teams nicht nur spielerisch, vor allem aber körperlich unterlegen waren. Erwartungsgemäß wurden die Gennebrecker im Vergleich Jeder gegen Jeden Letzter. Beim Duell gegen Borussia Mönchengladbach standen Coach Röhr und sein Team allerdings kurz davor, dem Fohlen-Nachwuchs ein Remis abzuknöpfen. Doch ein Gegentreffer in letzter Sekunde verhinderte die große Überraschung.

„Ich freue mich, dass wir gewonnen haben, hätte aber gerade gegen den VfL mit einem Unentschieden leben können“, sagte eine Borussia-Anhängerin. Wie auch viel andere Anhänger der Gästeteams gab sie zu, neben dem eigenen Team mit den Gastgeberinnen zu sympathisieren. Kein Wunder: Erwiesen sich die Rot-Weißen doch als exzellente Gastgeber, viele Jugendliche lobten die tolle Atmosphäre. So zählten zu den Rahmenbedingungen des Cup‘s eine richtige Bande um das Spielfeld herum sowie Musik und Lichteffekte, wenn die Teams aufs Feld liefen. „Das war, glaube ich, für alle Gänsehaut-Atmosphäre pur“, lobte Andreas Röhr. „Ein toller Wettbewerb ohne lange Wartezeiten, dafür mit guten Vergleichen. Dazu diese Erlebnisse drum herum. Das hat schon Klasse“, sagte Duisburgs Trainerin Franziska Göbel, die mit ihrer Schwester Julia nach einem Jahr Pause wieder mit ihren Zebras zu dem runderneuerten Wettbewerb kam. Sie wollen auch 2019 dabei sein.

Mit dem bekannten Sport-Moderator Ulli Potofski engagierte der Turniersponsor sogar einen Profi, der die Spiele live kommentierte. Der freischaffende Reporter und Moderator hatte einen Tag zuvor noch für den Bezahlsender Sky die torreiche Zweitligapartie zwischen MSV Duisburg und Heidenheim kommentiert. Der anerkannte Fachmann zeigte sich von der Qualität der jungen Sportlerinnen begeistert. „Die Mädels zeigen tolle und spannende Spiele. Es geht immer fair zu. Wenn der Schiedsrichter ’was pfeift, wird das kommentarlos akzeptiert. Das ist bei den Jungs im gleichen Alter nicht unbedingt selbst-verständlich. Die imponieren mir wirklich“, lobte Potofski sowohl die sportlichen jungen Akteure als auch die Rahmenbedingungen.

„Wir wollten, dass die jungen Sportlerinnen beim VfL Gennebreck einen Tag haben, an den sie sich gerne erinnern“, begründete Sesjak seine Motivation für den ungewohnt hohen Aufwand bei dem Turnier, das der 1. FC Köln ohne Niederlage gewann. Ausbaufähig ist nur die Zuschauerresonanz: 350 bis 400 Besucher kamen in die Halle. Da hätte das Turnier eigentlich mehr verdient gehabt.