Verkehrsaktion: Ein Denkzettel für Autofahrer

Verkehrsaktion: Ein Denkzettel für Autofahrer

Aktion von Polizei und mit Schülern für mehr Verkehrssicherheit in Nähe der Schule Meyerstraße in Heckinghausen.

Wuppertal. „Der Autofahrer war sehr erschrocken und hat sich sofort bei uns dafür entschuldigt, dass er zu schnell gefahren ist“, berichten Jasmin (10) und Marla (10) — zuvor haben sie einem von der Polizei angehaltenen Temposünder an der Heckinghauser Werléstraße einen roten „Denkzettel“ verpasst.

Dort, im unteren Bereich der Werlestraße nahe der Grundschule Meyerstraße, sind am Montagmorgen auf dem Gehweg gelbe, grüne und rote Teppiche ausgelegt. Sie symbolisieren den Geschwindigkeits-, Reaktions- und Bremsweg. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen Ulrich Naumann und Ralf Wendland von der polizeilichen Verkehrsprävention sowie zwei Kolleginnen vom Verkehrsdienst mit Grundschulkindern der dritten und vierten Klasse. Auch Lehrer Hans-Peter Rehne ist dabei. Er hat die Denkzettel-Aktion initiiert: „Wenn Kinder Autofahrer ansprechen, bleibt das eher im Gedächtnis haften“, so Rehne.

In Zusammenarbeit mit der Polizei will die Grundschule Meyerstraße auf die Gefahr durch überhöhte Geschwindigkeit aufmerksam machen. Eine weitere Aktion gibt es am Zebrastreifen an der Freiligrathstraße in Höhe des Kindergartens, bei der Lehrerin Steffi Schmäling und Erstklässler auf etliche undisziplinierte Autofahrer treffen: „Die Fahrer sehen die Kinder und mich am Zebrastreifen stehen, schauen mich an und fahren weiter.“

Roland Friedrich vom Bezirksdienst Heckinghausen berichtet von einer Fahrerin, die ihn — in seiner Uniform auf dem Zebrastreifen stehend — ignoriert hatte, bevor sie wenig später von der Polizei gestoppt wurde. Da war es mit einem Denkzettel natürlich nicht getan. „Die Frau hat geweint, als ich ihr sagte, dass ich auch für ihr Kind hier stehe.“

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