Protestaktion Verdi ruft erneut zum Streik an der Bergischen Uni Wuppertal auf

Wuppertal · Die Gewerkschaft Verdi in Düsseldorf und Wuppertal plant für Mittwoch, 29. November, erneut Streiks der Berufsgruppen im öffentlichen Dienst der Länder.

Bereits am Montag, 20. November, ist an der Bergischen Uni gestreikt worden.

Bereits am Montag, 20. November, ist an der Bergischen Uni gestreikt worden.

Foto: Oelbermann Fotografie/Florian Schmidt

„Wir wollen den Tarifkonflikt in der dritten Verhandlungsrunde am 7. und 8. Dezember lösen. Dafür müssen die Arbeitgeber sich aber noch ein gewaltiges Stück bewegen“, so Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. Aufgerufen werden unter anderem die Beschäftigten der Bergischen Universität. „Angesichts der hohen Preissteigerungen der letzten Zeit brauchen die Menschen eine deutliche Lohnerhöhung“, unterstreicht Stephanie Peifer und weist auf den erheblichen Fachkräftemangel hin, der sich durch den Entgeltabstand zu Beschäftigten bei Bund und Kommunen noch verschärfe. Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde für die Arbeitnehmer der Länder 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für die Auszubildenden, Studierenden und Praktikanten fordert Verdi 200 Euro mehr Entgelt und die unbefristete Übernahme.

Auch die Beschäftigten des Einzelhandels sowie des Groß- und Außenhandels werden am Mittwoch streiken. „Seit Monaten blockieren die Arbeitgeber einen Tarifabschluss“, kritisiert die Gewerkschafterin. „Sie bieten nur Almosen an, die für die Arbeitnehmer deutliche Reallohnverluste bedeuten würden.“ Für den Groß- und Außenhandel NRW fordert Verdi eine Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent, mindestens aber 400 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Im Einzelhandel NRW fordert Verdi 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft ein Mindeststundenentgelt von 13,50 Euro. Der nächste Verhandlungstermin für NRW, der für den 30. November vereinbart war, wurde arbeitgeberseitig abgesagt.

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