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Valentinstag: Spannende Einblicke in das Liebesleben der Zoobewohner

Valentinstag: Spannende Einblicke in das Liebesleben der Zoobewohner

Pinguine sind treue Seelen, während sich Seehund Mylo gleich einen eigenen Harem gönnt.

Wuppertal. Der Valentinstag ist traditionell eine Zeit für traute Zweisamkeit und romantische Geschenke. Doch nicht nur bei menschlichen Annäherungsversuchen lässt sich so manches Herz mit einem passenden Liebesbeweis erobern.

Valentinstag: Spannende Einblicke in das Liebesleben der Zoobewohner
Foto: Schinkel, Uwe (schin)

Auch in der Tierwelt wirkt eine kleine Aufmerksamkeit bei der Angebeteten oft Wunder. Dabei geht es allerdings eher praktisch zu. Eselspinguine verschenken zum Beispiel gern Steine für das zukünftige Nest, um ihre Liebste zu beeindrucken. Der begehrte Baustoff wird dabei oft beim Nachbarn stibitzt.

Valentinstag: Spannende Einblicke in das Liebesleben der Zoobewohner
Foto: Schinkel, Uwe (schin)

Solche und andere spannende Einblicke in das Liebesleben der Tiere bekamen gestern rund 50 Besucher bei einer besonderen Führung im Wuppertaler Zoo. Schnell wurde klar: Verträumte Romantik hat in der Natur keinen Platz. „Tiere sind eben keine Menschen“, sagte Zoo-Führerin Kathrin Quabach. Gleichwohl empfinden etwa Königspinguine durchaus Gefühle für ihren Partner und bleiben meist ein Leben lang mit ihm zusammen.

Die Aufzucht des Nachwuchses erfolgt dabei gemeinsam und Papa Pinguin bleibt ganz selbstverständlich beim Nistplatz, während das Weibchen auf Nahrungssuche geht.

Seehund Mylo kann dagegen einen ganzen Harem beglücken. Gleich vier ausgewachsene Seehunddamen tummeln sich mit ihm im Becken und werben um die Aufmerksamkeit des Jungspunds. „Da ist für ihn immer was zu tun“, sagte Kathrin Quabach schmunzelnd.

Elefantenbulle Tusker hat dagegen in der sonst nur aus Kälbern und Kühen bestehenden Herde rein gar nichts zu sagen. Nur wenn er sich benimmt, duldet Leitkuh Sabie die Anwesenheit des männlichen Dickhäuters. Bei den Flamingos ist solche Bescheidenheit fehl am Platz. Nur wer lautstark und mit viel Flügelschlagen auf sich aufmerksam macht, kann seinen Wunschpartner ergattern.

Wesentlich gemütlicher lassen es die Faultiere angehen. In der Brunftzeit werden die bequemen Gesellen allerdings plötzlich putzmunter. „Das Weibchen verströmt einen betörenden Duft, dem kein Faultiermann widerstehen kann“, erklärte Kathrin Quabach. Richtig erfolgreich mit dem Nachwuchs sind die Bonobos. Über gleich drei Jungtiere kann sich der Zoo freuen. Bei den Besuchern kam die Führung gut an. „Man lernt immer wieder etwas Neues“, sagte Elisabeth Wabnitz.