Universität Wuppertal kooperiert mit der Gesamtschule Vohwinkel

Vohwinkel. : Universität kooperiert mit der Gesamtschule

Die Jugendlichen sollen sich durch die Zusammenarbeit besser orientieren können.

Hier können sogar die Schüler ihren Lehrern noch etwas beibringen. Beim 3D-Drucker-Projekt an der Pina-Bausch-Gesamtschule Vohwinkel bekommen Jugendliche zunächst von Experten der Uni Wuppertal den Umgang mit neuester Technologie vermittelt. Dieses Wissen geben sie später an ihre Mitschüler weiter – und eben auch an die Lehrkräfte. Das Projekt ist nur ein Beispiel für die enge Kooperation der beiden Bildungseinrichtungen. Regelmäßig sind die Schüler aus dem Stadtteil an der Uni zu Gast und können sich über die unterschiedlichen Studiengänge informieren. Diese Zusammenarbeit soll jetzt intensiviert werden. Gerade wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag unterschrieben.

„Damit können wir besser planen und das Angebot optimieren“, sagt Schulleiter Jörg Merbecks. Dafür sorgen unter anderem feste Ansprechpartner und klare Zeitstrukturen. „Wir möchten den Schülern die Orientierung für das spätere Berufsleben erleichtern und dafür sorgen, dass sie das richtige Fachgebiet finden“, erläutert Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor für Studium und Lehre. Das bedeute allerdings nicht zwangläufig, dass die Teilnehmer der Kooperation immer ein Studium anstreben müssten. Der 17-jährige Tom hat sich etwa ganz bewusst für eine kaufmännische Ausbildung entschieden. „Die Orientierungsphase hat mir dabei sehr geholfen“, erzählt er. Gleichwohl sei für ihn nach der Ausbildung durchaus ein dazu passendes Studium denkbar. Mit einem sogenannten „Selbsterkundungstool“ können die Jugendlichen ihre Stärken und Interessengebiete ermitteln. Beides stimmt längst nicht immer überein. „Es gibt Schüler, die ein großes Talent im naturwissenschaftlichen Bereich haben, aber sich trotzdem für einen anderen Schwerpunkt entscheiden“, erklärt Andreas Frommer. Mit der Kooperation soll dieser Abwägungsprozess unterstützt werden.

„Wir möchten, dass die Schüler ihren späteren Berufsweg reflektieren können und auch mal über den Tellerrand schauen“, sagt Dr. Christine Hummel, Leiterin der Zentralen Studienberatung an der Uni. Der 17-jährigen Merle hat das ebenfalls die Orientierung erleichtert. „Vorher konnte ich das noch nicht so genau zuordnen“, erzählt sie. Jetzt möchte die Schülerin beruflich in die soziale Richtung gehen.

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