Wuppertal: Uni-Windräder: Der Abbau hat begonnen

Wuppertal: Uni-Windräder: Der Abbau hat begonnen

Noch in diesem Jahr sollen stattdessen Solar-Anlagen und ein horizontales Windrad die Energie für das Meta-Licht liefern.

Wuppertal. Es ist Zeit, dass sich an der Uni etwas dreht. In den vergangenen dreieinhalb Jahren hatten die Windräder allzu häufig still gestanden. Sie sollten den Strom für das Metalicht liefern, doch der Energiefluss stockte. „Wir haben damals mit den vertikalen Windrädern auf eine innovative Technik gesetzt, die jedoch nie zur Marktreife gekommen ist“, sagt Frank Schwarz, Leiter Neue Technologien der WSW. Die Stadtwerke als Betreiber demontieren die Anlage derzeit, um sie durch andere regenerative Quellen zu ersetzen.

„Wir haben in der vergangenen Woche mit dem Abbau der beiden Windräder begonnen, die sich noch auf den Masten befanden. Das dritte haben wir bereits im April entfernt.“ Ein horizontales Windrad und zwei Photovoltaikanlagen sollen sie so schnell wie möglich ersetzen. „Wir warten noch auf die Baugenehmigung der Stadt, rechnen aber noch im Laufe des Monats damit“, sagt Frank Schwartz. Er ist zuversichtlich, dass die neue Anlage noch in diesem Jahr das Metalicht erstrahlen lässt. „Sobald wir die Genehmigung haben, können wir zügig montieren, da die Bauteile alle vorhanden sind.“ Diesmal setzte das Unternehmen auf die bewährte Technik eines Herstellers mit zahlreichen Referenzen. „Daher sind wir sehr sicher, dass die Anlage mehr Energie erzeugt, als das Metalicht braucht.“ Gerade die Solarkollektoren seien sehr gut berechenbar. „Beim Wind gibt es größere Schwankungen.“

Geplant ist, zwei Solarstrom-Anlagen mit einer Spitzen-Leistung von jeweils 5 Megawatt auf einer Stahlunterkonstruktion auf dem Flügelhügel zu montieren. Die Kleinwindenergieanlage hat einen Flügeldurchmesser von vier Metern und soll bei einer Windgeschwindigkeit von rund elf Metern pro Sekunde eine elektrische Nennleistung von 4,5 Kilowatt produzieren.

Die Verantwortlichen der Uni zeigen sich erleichtert, dass sich nun bald etwas dreht. „Wir haben immer wieder Anfragen bekommen, warum die Räder still stehen. Umso mehr freuen wir uns, dass sich nun Bewegung in die Sache kommt“, sagt Sprecherin Maren Wagner.

Das Metalicht des Künstlers Mischa Kuball samt Energieversorgung hatten Freunde und Förderer der Uni zum 40. Geburtstag geschenkt. „Als Beschenkte hatten wir zwar immer ein Auge darauf, für die Technik sind jedoch die WSW als Betreiber zuständig.“

Die Stadtwerke hatte in Zusammenarbeit mit Experten der Uni sogar versucht, die bisherige Anlage weiter zu entwickeln. „Das Ergebnis war jedoch, dass es nicht sinnvoll ist, an dieser Technik weiter festzuhalten. Wir haben also Lehrgeld gezahlt“, sagt Frank Schwarz. Der Neubau kostet die WSW nun rund 80 000 Euro. „Unser Geschenk an die Uni.“ Die abgebauten Windräder lassen sich bis auf wenige Einzelteile nur noch verschrotten. Sie hatten sich eigentlich 20 Jahre drehen sollen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung