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Uni-Rektor Lambert T. Koch: „Wir sind beliebter als vor Jahren“

Uni-Rektor Lambert T. Koch: „Wir sind beliebter als vor Jahren“

Lambert T. Koch wurde für vier weitere Jahre als Rektor der Bergischen Universität gewählt. Seit 2008 steht er an der Spitze der Wuppertaler Hochschule.

Herr Koch, was hat für Sie den Ausschlag gegeben, noch einmal zu kandidieren?

Lambert. T. Koch: Ich lebe seit Ende 1999 mit meiner Familie in Wuppertal und fühle mich schon länger richtig heimisch, nicht zuletzt, weil zwei unserer drei Söhne hier geboren wurden. Hinzu kommt, dass ich eine Verantwortung verspüre, vor allem natürlich mit Blick auf die Entwicklung der Bergischen Universität, aber auch für Stadt und Region. Wir sind gemeinsam auf einem guten Weg, doch wäre es jetzt der falsche Zeitpunkt für eine persönliche Neuorientierung. Es ist noch viel zu tun, woraus sich für mich eine klare Verpflichtung ergibt.

Man hat den Eindruck, dass die Wuppertaler Ihnen und Ihrer Arbeit viel Vertrauen entgegen bringen. Wie haben Sie das geschafft?

Koch: Ich habe die Wuppertaler schätzen gelernt, auch wenn sie manchmal recht pessimistisch erscheinen. Doch zum Glück ist das oft nur ein Eindruck aus der Distanz, wie ich gelernt habe. In Einzelgesprächen erlebe ich nämlich mehrheitlich ungeheuer zupackende, soziale und herzliche Menschen. Auch weil ich zunehmend diese persönlichen Eindrücke sammeln durfte, habe ich gesagt, ich mache weiter, es gibt hinreichend viele Unterstützer. Gar nicht zu reden von der tollen Motivation, die ich aus den eigenen Reihen in der Hochschule erfahren durfte.

Was hat sich seit ihrem Amtsantritt im Verhältnis zwischen Stadt und Bergischer Universität geändert?

Koch: Das Vertrauen der Stadt in ihre Universität ist gewachsen. Auch wenn immer noch Luft nach oben ist, keine Frage. Mehr noch als in früheren Zeiten sind heute Regionen und Städte einerseits und ihre Hochschulen andererseits aufeinander angewiesen. Dieses lernen wir hier gerade. Dabei ist das Zusammenwachsen zwar mit Blick auf die Wirtschaft am sichtbarsten, es gilt aber auch für andere Gesellschaftsbereiche. Beispielsweise engagieren sich heute viel mehr Studierende und Dozenten ehrenamtlich im kulturellen und sozialen Kontext, z.B. für die Junior Uni, das Luise-Winnacker-Haus oder diverse Umweltprojekte. Auch wird in der Region mehr und mehr wahrgenommen, dass wir wechselseitig von unserem Ruf abhängig sind. Spielt die Universität z. B. im Bereich Physik in der Champions League, dann fällt das auch auf Wuppertal zurück. Präsentiert sich andersherum die Stadt weltoffen und elegant, profitiert davon die Hochschule.

Das vollständige Interview lesen Sie am Samstag in der WZ Wuppertal.