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Elberfeld: Uni forscht zu Sicherheit am Döppersberg

Elberfeld : Uni forscht zu Sicherheit am Döppersberg

Studierende befragen Bürger vor Ort und per Brief. Zeitplan für Sanierung soll bald stehen.

Polizei, Uni und WSW wollen die Sicherheit am Döppersberg verbessern. Während der Umbauphase wird die Passage im Schwebebahn-Bahnhof für Kommunikation und Information genutzt.

Die WSW haben Anfang letzten Jahres damit begonnen, den Schwebebahnhof Döppersberg zu sanieren. Wegen statischer Probleme hat sich der Ablauf allerdings verzögert. „Das Gebäude ist rund 100 Jahre alt und es sind nicht mehr alle Baupläne vorhanden“, erklärt der WSW-Vorstandsvorsitzende Markus Hilkenbach den Hauptgrund für den Zeitverzug. „Die Statik musste quasi neu berechnet werden und das kostete Zeit“, so Hilkenbach weiter. Nun wollen die WSW aber bald einen belastbaren Zeitplan für die Sanierungsarbeiten aufstellen.

Der Bereich auf der Eingangsebene hinter den Aufzügen ist schon seit längerem durch einen Bauzaun abgesperrt. Um den Zugang zu den Aufzügen während der Bauphase aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität zu verbessern, haben die Stadtwerke dort jetzt großflächig historische Motive angebracht. Außerdem wird der Durchgangsbereich von der Sicherheitskooperation „KoSID“ (Projekt „Kooperation Sicherheit Innenstadt/Döppersberg) zwischengenutzt. Die Kooperationspartner WSW, Polizei und Bergische Universität haben die Schaufensterflächen der leer stehenden Ladenlokale beklebt. Dort findet sich jetzt der Hinweis auf die nächstgelegene Polizeiwache Innenstadt am Wirmhof sowie eine interaktive Befragung des Fachbereichs Sicherheitstechnik der Bergischen Uni.

Das Gebäude woll wieder so dastehen wie in den 1930ern

Die Bergische Uni untersucht als KoSID-Partner im Rahmen eines Forschungsprojekts das Sicherheitsempfinden der Wuppertaler und wird dazu eine Befragung durchführen. Die Forscher möchten herausfinden, welches Bild die Passanten vom neuen Döppersberg haben und wie sicher sie sich dort fühlen. Für die Befragung werden in der Schwebebahnstation und in der Fußgängerzone an einigen Tagen studentische Teams unterwegs sein. „Die Antworten auf unsere Fragen können ganz einfach mit Klebepunkten auf die Fenster in der Passage geklebt werden“, erklärt Moritz Quel vom Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit an der Bergischen Universität. Die Befragung dauert nur wenige Minuten. Die Umfrage am Döppersberg soll bis zum Sommer monatlich jeweils an zwei Tagen stattfinden. Parallel werden in den nächsten Monaten Fragebögen an die Wuppertaler Bevölkerung verschickt. Die KoSID-Partner hoffen auf eine rege Beteiligung, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen.

Die stählerne Schwebebahnstation Döppersberg stammt aus dem Jahr 1900 und wurde in den 1920er Jahren durch einen Massivbau ersetzt. Das Gebäude soll wieder das Erscheinungsbild der 1930er Jahre bekommen. Auftraggeber der Sanierung ist die Stadt Wuppertal. Nach dem Umbau des Areals zwischen Hauptbahnhof und City wird hier auch in die alte Gebäudesubstanz investiert. Die Sanierung beginnt im Gebäudeinnern. In der Ladenzeile im Erdgeschoss entstehen Gastronomie und Gewerbe. Im bereits abgesperrten hinteren Bereich der Passage ist eine Gastronomiefläche mit einem Gastraum von etwa 360 Quadratmetern Fläche vorgesehen. Red