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Uni-Anbindung: Stadt Wuppertal wehrt sich - Politik übt Kritik

Verkehr : Uni-Anbindung: Stadt wehrt sich, Politik übt Kritik

Im Verkehrsausschuss wurde moniert, dass sich seit einem Jahr zu wenig getan habe.

Die Verwaltung wehrt sich gegen Vorwürfe, im Falle der besseren Busanbindung der Uni untätig gewesen zu sein (die WZ berichtete). Im Verkehrsausschuss am Dienstag sahen sich Dezernent Frank Meyer und Hannelore Reichl allerdings Kritik ausgesetzt. Die Verwaltung müsse sich überlegen, wie sie ihre Vorlagen formuliert, sagte Anja Liebert (Grüne). Die sage nämlich genau das aus: Das nichts passiert ist.

Auch die Begründung der Stadt, erstmal abwarten zu wollen, welche Folgen Corona habe, wollte Liebert nicht akzeptieren. „Dann müsste sich die Stadt auch fragen: Brauchen wir die L 419 überhaupt noch?“ Das könne ja nicht sein. Meyer hatte zuvor angekündigt, dass es kurzfristige Gespräche mit der Uni geben soll. „Warum erst jetzt? Dafür hatte man ein Jahr lang Zeit“, so Liebert. Es gebe schließlich einen politischen Beschluss. Und die Diskussion sei noch älter und habe praktisch begonnen, als das „Aus“ für die Seilbahnpläne feststand.

Ihn habe schon gewurmt, „dass ein Ratsauftrag nicht bearbeitet wurde“, ärgerte sich auch Hans-Jörg Herhausen (CDU). Das dürfe man nicht liegen lassen. Wenn in den Gesprächen nun rauskomme, „dass es noch Präsenzveranstaltungen geben wird, wie lange dauern dann die Planungen?“

Dass die Stadt möglicherweise schnell handeln müsse, sieht auch Lorenz-Hoffmann Gaubig (ADFC) so. „Die Vorlage macht diesen Eindruck aber nicht.“

Während Verkehrsdezernent Frank Meyer auf fehlende Haushaltsmittel hinwies – „ohne die können wir nichts machen“ -, räumte Hannelore Reichl, Leiterin des Ressorts Straßen und Verkehr, auch Personalprobleme ein. est